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Wir sehen nämlich/ daß in der Stadt Basel ganz abweichend von dem/ was bei einer abgeschlossenen Bc-völkerung sich erzeigen muß/ die Bevölkerung zwischen 10 und 20 Jahren/ und in noch viel stärkerem Maße diezwischen 20 nnd 30 Jahren/ größer ist/ als die zwischen 0 und 10 Jahren/ daß sogar die Bevölkerung zwischen3v und 40 Jahren noch größer bleibt/ und erst zwischen 40 und 50 wieder eine merkliche Verminderung ein-tritt. Diejenige des Landbezirkö hingegen nimmt auf eine regelmäßige Weise von den jünger» Jahren bis zuden ältern ab. Um die Abweichung anschaulich zu mache»/ wird nachstehende Uebersicht diene«/ über die Artund Weise wie die verschiedenen Alteröjahre unter einer Anzahl von 1000 Einwohnern sich vertheilen. Wirfügen zur Verglcichung die Zahlen für Belgien bei/ die auf einer Volkszählung vom Jahr 182» beruhen / dievielleicht die einzige in einem großen Lande veranstaltete Zählung ist/ bei welcher/ wie bet unS/ das Altereines jeden Einwohners aufgenommen worden ist. *)
Landbczirk.
v—10 Jahren
160
205
23»
10—20
166
1S1
183
20 — 30
224
17»
168
30 — 40
174
12»
134
40 — 50
108
115
102
50 — 60
88
88
7»
60 — 70
51
56
60
über 7v
2»
35
35
1000
1000
1000
In dem Landbezirke zeigt stch also in Hinsicht der Vcrthcilung der Bevölkerung nach den Altersjahren keinesehr bedeutende Verschiedenheit von derjenigen von Belgien / obschon im Allgemeinen die jünger» Individuen ingeringerer/ die ältern folglich in stärkerer Anzahl vorhanden sind. Für die Stadt Basel treten aber die ange-deuteten Abweichungen auf eine sehr grelle Weise hervor.
In Belgien ergeben die Sterbelisten ein mittleres Alter von 32/15 Fahren. **) Die eben gegebene Ueber-sicht thut dar / daß man schon im Landbezirke von Bascl-Stadttheil mittelst der Stcrbelisten ein höheres Rcsul-tat finden müßte/ da die ältern Individuen einen stärker« Antheil der Bevölkerung ausmachen/ als in Belgien /obschon daS Mittel des Alters der Lebenden nur 2» / 2 Jahre beträgt. Noch viel höher muß aber daS mittelstder Stcrbelisten berechnete Ergebniß für die Stadt Basel ausfallen.
Die Art und Weise wie in der Stadt Basel die Abweichungen von dem regelmäßigen Gange einer in sichabgeschlossenen Bevölkerung entstehen/ ergibt sich aus der Vcrgleichung der bürgerlichen und nicht bürgerlichenBevölkerung von den verschiedenen AltcrSjahren. Wir sehen z. B. (Tab. xvii), daß die männliche bürgerlicheBevölkerung zwischen 20 und 30 Jahren eine auffallende Verminderung zeigt. Sie fällt auf 427/ währendsie zwischen 10 und 20 Jahren auf 756 / und zwischen 30 und 40 wieder auf 67» ansteigt. Gerade in dem-jenigcn Alter/ wo die städtische Bevölkerung im Ganzen ein Uebermaß zeigt/ nimmt folglich die Anzahl deranwesenden männlichen Stadtbürgcr auf eine auffallende Weise ab; denn eö sind dieselben Jahre/ in welchendie Stadtbürgcr als Handelsleute/ als Handwerksgesellen u. s. s. in größter Anzahl auswärts sich aufhalten.Aus der verminderten Zahl der weiblichen bürgerlichen Bevölkerung/ die für dieselben Altcrsjahre auf 631 fällt/zwischen 3y und 40 aber wieder auf 747 steigt/ sollte man sogar vermuthen/ daß auch die weibliche bürger-liche Bevölkerung / obschon in weit mindern! Maße/ demselben Einfluß aus ähnlichen Ursachen unterworfen ist.Freilich muß man nicht vergessen / daß unter manchen zufälligen Ursachen auch die bedeutenden Annahmen vonneuen Bürgern und Bürgerinnen während der verflossenen Jahre/ auf die Alteröverhältnisse mit einwirken können.Der Zufluß der nicht einheimischen Bevölkerung überwiegt aber jenen Abfluß der bürgerlichen Einwohner währen-des angeführten Alters bei weitem; das Verhältniß zwischen der bürgerlichen und nicht bürgerlichen Bevölkerungm den verschiedenen AlterSperiodcn zeigt daher sehr große Schwankungen. Wir finden nämlich in der Stadt Basel :
') G. a. a. O. B. I. S. 522.
") A. n. O. B. I S. 166.