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Der Staatshaushalt der Schweizerischen Eidgenossenschaft im Decennium 1849-1858 / von Friedrich von Taur
(Rothkirch)
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Seite
VI
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Die Bundesräthe, Minister eines Landes, das grosser als die Königreiche Hannover, der Niederlande, Belgien ,Wiirtembcrg und Sachsen, bevölkerter als Sachsen, Hannover, Würtemberg, Norwegen und Griechenland ist, erhallen(.'inen jährlichen Gehalt von 8,500 Francs = 3,967 rheinischen Gulden oder 2,267 preussischen Thalern. Man ver-gleiche dies mit den in anderen Staaten gezahlten Ministerbesoldungen, über deren genauen Betrag mir augenblicklichkeine Angaben vorliegen, von denen ich aber weiss, dass sie selbst in kleineren Staaten bis 37,500 Fr. und mehr be-tragen. Nach Reden loc. cit. erhielt der badische Minister des Aeussern jährlich 27,643 Fr.

Unter den übrigen Beamten der Eidgenossenschaft beträgt das Maximum der Gehalte:

Francs.

rhein. Gulden.

preuss. T

Kanzler (nebst freier Wohnung)

6,000

2,800

1,600

Stellvertreter des Kanzlers (nebst fr. Wohnung)

4,000

1,867

1,067

Cliel des Rechnungswesens

4,200

1,960

1,120

Staatscassier

5,000

2,333

1,333

Militärverwaltung

4,200

1,960

1,120

Pulververwaltung

4,000

1,867

1,067

Zollverwaltung

4,600

2,147

1,227

Post- und Telegraphen-Verwaltung

4,000

1,867

1,067

und auch diese Beträge sind erst durch das Gesetz vom 30. Juli 1858 auf eine solche Höhe gebracht worden. Wiebescheiden sind diese 4,000 bis 6,000 Francs! Und doch gibt es keinen Staat, der sich nicht glücklich schätzen könnte,so pflichttreue, zuvorkommende und einsichtsvolle Beamte zu besitzen, wie die schweizerischen.

Das Departement der auswärtigen Angelegenheiten nahm in der Schweiz , im 10jährigen Durchschnitt, 58,948Fr., also 2 Centimes für jeden Einwohner, in Anspruch. Die hohen Gehalte der in Paris und Wien beglaubigtenMinister finden vielfachen Tadel; dessenungeachtet fällt ein Vergleich mit anderen Ländern nicht grade ungünstig aus.

Es zahlten für die diplomatische Vertretung im Auslande:

iin Jahr:

Francs.

Centimes pro Einw.

1855. Oesterreich *)

5,814,223

16

1854. Frankreich 2 )

11,596,901

32

1857/8. Grossbritlanien nnd Irland 3 )

3,973,347

14

1858. Preussen 3 )

3,207,300

19

1858. Sardinien 2 )

1,634,318

32

1855/6. Bayern 3 )

985,714

22

1849/58. die Schweiz

58,948

2

1849/50. Würtemberg 4 )

406,472

23

1851. Baden 5 )

185,571

14

1858. Sachsen 8 )

329,044

16

1858/9. Hannover 3 )

456,375

25

Es unterhielten, dem Almanach de Gotha für 1859 zufolge:

mit einer Bevölkerung von

Gesandtschaften

die Schweiz

2,392,740 Einwohnern

2

Sachsen

2,039,075

55

22

Hannover

1,819,777

55

15

Würtemberg

1,669,720

55

10

Baden

1,314,837

55

10

Hcssen-Darmsladl

836,424

55

11

Cassel

736,392

15

9

Mecklenburg-Schwerin

539,231

5 ?

4

Nassau

434,064

>5

6

0 Mitlhcilungen aus dem Gebiet der Statistik. *J Block et Guillaumin, AnnuRire de lüconomie politiquc.) Alinnnncl» de Gotha .4 J Reden, Altg. vcrgl. Finanz-Statistik. s ) Reden loc. cit. Es hatten damals die Gesandtschaften in Wien, Berlin, Hannover ,München, Stuttgart , Brüssel und dem Haag aufgehoben werden müssen; mit Ausnahme der letzteren sind natürlich alle wiederher-gestcllt und noch durch zwei neue, in Dresden und Dannstadt , vermehrt worden.

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