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Hoffmanns Hör. Belg. 3,134. Graffs Diut. 2, 223). Arzen aber mit n in arzcuön u. s. f. (hier kommen ganzordnungsgemeefs auch die Umlautungen vor, erzenen erzentuom erzenic) geht wohl auf ArchigcncsArchienes zurück, zwar ursprünglich einen Eigennamen, der jedoch auf Anlaß einer Stelle Juvenals (6,235)sprichwörtlich und damit appellativ und nur ein zweiter gewcehllerer Ausdruck für mcdicus gewordenwar: s. du Cange und XXV, 3.
Hiemit seien die Erörterungen, zu denen unser Vocabularius führen kotinte, beendigt. Der Abdruckdesselben, um schliefslich diefs noch zu bemerken, folgt dem Original buchslwblich, nur dajs diejenigenFehler, die offenbar auf blofsen Lese- und Schreibversehen beruhn, in die Anmerkungen geiriesen undin den Text die Bejserungen gesetzt sind. Die Zahl solcher Stellen würde noch greefser sein, wenn nichtbereits eine Hand des Mittelalters hie und da nachgeholfen hätte; oft allerdings unnütz, wie wenn sie dieallerthümlichen o im Auslaut deutscher Worte tilgt (XXX VH, 39. 65. 79) oder in lateinischen kein g\vfür gn duldet und z. B. Vngwis I, 143 in Vnguis ändert: in dergleichen Fällen hält der Abdruck sichan die ursprüngliche Schreibung. Und noch im sechzehnten Jahrhundert hat Jemand (er ist damit abernur bis Bl. vj e gelangt) mehrfache Bejserungen nachgetragen: diese unterscheidet der Druck durch deutscheFracturschrift. Die Abkürzungen sind aufgelcest, und so auch die Diphthongenzeichen o u v u v u ver-tauscht gegen ov uo ue iu; letzteres kommt jedoch nur wenig vor.- meist wird der Umlaut des lan-gen wie des kurzen u in der Handschrift ebenfalls mit u v, im Abdrucke dann mit ü gegeben.