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der Ruf erscholl: „Noch Mellingen , was laufen kann!Die Züricher sind ausgerückt, sie werden das Kind imMutterleibe nicht verschonen." „Habt ihr es gehört,Herr Niklaus, lieber Bruder?" sprach Schybi. Jetztheißt es schnell sein. Lassen wir die Züricher mit ihremGeschütz vorrücken, so werden wir, die nichts, als unsereFauste und unsern Muth haben, den Kürzern ziehenHört meinen Rath: Wir bilden drei Abtheilungen. Dieerste besetze die Brücke bei Mellingen , die zweite dieStraße nach Brugg , die dritte und stärkste die Höhenbei Büblikon. Bei Tagesanbruch stürzen die drei Abthei-lungen mit Kurzgewehr und Prügeln unter lautem Ge-schrei auf die Züricher, bevor sie Zeit haben, ihr Geschützaufzustellen. Dann in die Reuß mit ihnen allen!" —„Mein Herr Bruder, antwortete ihm Leuenberg, Ihr seidein alter Soldat, und sprechet gut. Eilet hin. Zch mei-nerseits will die Wälschen abhalten." Nach diesem trenn-ten sie sich. Aber unbemerkt hatte Jemand ihre Unter-redung belauscht. Es war Huber, ein junger Geistlicher,den sie als verdächtig hatten einstecken lassen, und in ei-nem Zimmer verwahrten, welches nur eine einfacheHolzwand von dem ihrigen trennte. Wieder freigelassen,eilt der junge Mann nach Aarwangen , um dem LandvogtWillading, dessen Kinder er erzog, zu berichten, waser vernommen. Willading schickte mit dieser Nachrichteinen gewissen Kerbefelix, dem alle Seitenpfade bekanntwaren, an Werdmüller "H. Leuenberg seinerseits ließSturm läuten. Von allen Seiten strömten die Bauern
134) „Sie Hand viel Stuck, mir Keine; die fust und das curaschimuß bi uns alles thun,"
135) Histor. Bericht, wie der blutige Anschlag der Bauern entdeckt,bei Huber. Leuenbergs Bergicht. — In sechs Stunden be-fand sich Kerbeselir im Züricherischen Lager.