Band 
Dritter Theil.
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noch drei Stunden lang." Er erhielt keine Antwort; jadie Bauern schickten sich an, ihn anzugreifen. Als erdieses sah, ließ er längs des Grabens, welcher sein Lagerschützte, die Bäume zu einem Verhaue fällen. Um zweiUhr Nachmittags drangen die Bauern in dichten undgeschlossenen Reihen vorn Brunegger Holze hervor; aberdas Kreutzseuer des schweren Geschützes zwang sie, gegenden Wald zurück zu weichen. Während dieses Kampfesumgingen Leuenberg und Schybi mit sechstausend Manndie Höhen, die sich bis nach Wohlenschwyl hinziehen,um den eidgenössischen Truppen in den linken Flügel zufallen, und den Rückzug nach Mellingen abzuschneiden.Sobald Werdmüller dieses bemerkte, ließ er die Hälfteseiner Armee gegen die im Walde verschanzten BauernFronte machen, und rückte selbst mit dem Reste nachWohlenschwyl. Dumpf und anhaltend rollte der Donner-aus finsterm Gewölle, einigen Schrecken in den Gliedernder Eidsgenossen verbreitend. Als sich aber das Gewitterin gelinden Regen auflöste, in dessen Tropfen freudig dieSonne strahlte, wich dieser der Hoffnung"^). Auch inWohlenschwyl und der Umgegend begann das Gefecht.Mit Unerfchrockenheit kämpften die Bauern von vier bissieben Uhr. Das schwere Geschütz, obwohl breite Lückenin ihren Gliedern öffnend, brach ihren Muth nicht. Erstals sie das ganze Dorf in Flammen sahen, fühlten sieihre Kräfte wanken. Sie schlugen einen Waffenstillstandvor, fuhren aber nichts desto weniger fort, mit Wuthsich zu vertheidigen, bis Ermattung und die Nacht diebeiden Armeen trennte. Der Waffenstillstand wurde ihnenunter der Bedingung zugestanden, daß sie den folgendenTag vor zehn Uhr zur Friedensunterhandlung Abgeord-

163) Scheuchzer's Tagebuch.