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nossen,für welche ihr sprechet, es sind Verbrecher, derenHabe den Gerichten verfallen ist. Ihr straft euere Wider-täufer als Rebellen; warum sollten wir mit den unfrigennicht ebenso verfahren dürfen? Herren in unserm Lande,haben wir über das, was uns zu thun beliebt, nieman-dem Rechnung abzulegen, als Gott allein." SiebenzehnPersonen, Freunde oder Verwandte der Geflüchteten,wurden festgenommen; Schwyz ließ sie auf die Folterspannen. Aufgefordert, den wahren Glauben zu bekennen,erklärte Martin von Hospital unter Martern, er habees sein ganzes Leben lang gethan. Niemals habe ereinen schönern Tag gesehen, als den, da ihn Gott berufe,der Wahrheit Zeugniß zu geben '^). Alle starben durchHenkershand. Zwei Frauen wurden der MailändischenInquisition überliefert. Den Bäcker Amweg von Schwyz,der gerufen hatte: „ heißt das Freiheit, wenn die Gewissennicht frei sind?" ließ die Regierung daselbst heimlich er-drosseln, da sie einen Aufstand fürchtete, wenn man ihnöffentlich hinrichte. Zürich rief das eidgenössische Rechtan. Schwyz behielt sich seine Souveränität vor.
Erst den 21. November trat die Tagfatzung zusammen,und auch da noch nur auf Betreiben deS französischen Gesandten. Labarde beschwor die Eidsgenossen in Er-wägung zu ziehen, wie ihr Gesammtinterefse, wie diePolitik, das Vaterland, die wahre Religion, alles ihnenFrieden gebiete; er vermochte nicht der Leidenschaftlichkeitin ihren Berathungen zu begegnen. Maser erinnerte,wie 1440, als Zürich dem eidgenössischen Rechte sichnicht habe unterwerfen wollen, alle Kantone die Waffen
46) Vier alte Männer, S. Körner, Vater von sieben Kindern,Seb. Kenne!; Melchior und Barbara Ospenthaler legte» einähnliches Bekenntniß ab.