Band 
Dritter Theil.
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Schultheißen von Erlach an ihrer Spitze, erschienen inEnsisheim und wurden zur Audienz aufgeführt. Hirzelsprach viel von der Gewissenhaftigkeit, mit welcher dieEidsgenossen zu allen Zeiten die Verträge mit Frankreich beobachtet hätten. Er und die andern standen mit ent-blößten Häuptern nicht nur vor dem Könige, sondernselbst vor dem Herzog von Orleans und vor dem Dau-phin. Ludwig lobte so gute Gesinnungen und sprach dieZuversicht aus, daß sie in treuer Erfüllung ihrer gegendie Krone Frankreichs eingegangenen Verpflichtungen be-harren werden. Solche Erniedrigung, der Fall Straß-burgs, die Vollendung der Festungswerke Hüningensweckten in ächten Schweizerherzen den tiefsten Schmerz.Man gedachte, wie ganz anders die holländischen Abge-ordneten aufgetreten seien ?), welche Prinzen von Geblütaus ihrer Herberge zur Vorstellung hatten abholen müssen.Zwei Bürger vom Zürichsee wagten zusagen, daß mandie Städter aufs Land und die Landleute in die Städteversetzen sollte s). Sie wurden verwiesen, nachdem sievorher widerrufen hatten; allein jedermann sagte es ihnennach. So stark sprach sich die öffentliche Meinung aus,daß bei einer abermaligen Reise Ludwigs durch's Elsaß ^),die Regierungen eine so schmachvolle Abordnung nichtwiederholen durften, und als die Nachricht von seiner An-kunft in der Freigrafschaft einging, die laute Volksstimmedieselben nöthigte, Vertheidigungsanstalten zu treffen. DasMißtrauen steigerte sich noch, als im folgenden Zahr derMarschall von Luxemburg mit Hülfe von Schweizerregi-

7) Zu Paris 1679.

8) Unsre Zeit erlebte dieses. Sie kann urtheilen.

9) 1633. Doch gingen drei Abgeordnete Basels zu seiner Be»grüßung nach Kolmar ab.