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von fünfhundert Franken bestraft. Samuel König 1°'),der in Holland als einer der ersten Orientalisten gegol-ten hatte, kam ebenfalls in den Verdacht, ein Anhängerder Lehre vom tausendjährigen Reiche zu fein. In sei-ner Vertheidigungsrede bewies er große Ueberlegenheit.Wüthend erhob sich Tillier: „Fort, fort aus dem Landemit diesem Unverschämten!" König brachte den Abendfeines Lebens im Exile zu. Burkhard Fellenberg, seinFreund, und der ausgezeichnete Landfchaftmaler Dyk, dieihn zu einem Scheidemale geladen hatten, wurden ver-urtheilt, ihm dahin zu folgen. An dem Tage, wo vomgroßen Rathe die Einführung des Affoziationseides be-schlossen ward, sprach Niklaus Rodt dieser: Ver-
sammlung selbst: „Von neuem wird also nun Malus denHerodes umarmen und das Volk rufen: Kreuzige, kreu-zige Christum!" Dann legte er Baret und Mantel wegund verließ das Rathhaus. Weder die allgemeine Ach-tung, in der er stand, noch die Liebe des Volkes vermoch-ten ihn vor Verbannung und Verlurst seines Vermögenszu schützen. Er lebte bis an sein Ende in der Umgegendvon Magdeburg vom Ertrage seiner Arbeit, das Herzvoll Frieden, den Blick zum Himmel gehoben '°°).
Unterdessen stieg bei der stets anwachsenden Zahl Ge-fangener und Verbannter die Verlegenheit der Regierung,dennoch nahm die religiöse Bewegung keineswegs ab.Nicht obrigkeitliche Verfolgung, die Verirrungen ihrereigenen Glieder sind den Sekten gefährlich. Kinder wur-den ihren Eltern weggenommen; Gefangene mit der