Band 
Dritter Theil.
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durch Adrian IV. die Jesuiten und Ursulinerinen nachBrieg^), alles nicht ohne vielfachen Widerstand. Zwan-zig Jahre spater hatten die Jesuiten sich in der Volks-gunst so festgesetzt, daß man dieselben mit zwanzigtausendThalern aussteuerte, in alle Rechte der freigebornenWalliser sie einsetzte, indem man sie für „freie Patrioten"erklärte^). Unter Adrian V. begann man wieder vongeschehenen Wundern zu erzählen^). Die letzten Spurendes Protestantismus waren verschwunden. DaS Volk,aufgeweckter einige Zeit unter den Einflüssen der Reform,kehrte unter das Joch seines Gewohnheitslebens zurück.Wie seine savoyschen Nachbarn war es sanften Charak-ters, einfach, leichtgläubig; aber, freier als dieselben,auch leichter zu fanatisiren. Es bedurfte wenig, arbeiteteaber noch weniger. Gewerbe mußten durch Fremde be-trieben werden. Erliegend gewissermaßen dem Druckeseiner Alpen, war für daö öffentliche Leben Wallis ohne

bestand, die Weihe aus. »tZuicgui'ck est, vos oooürwo invoslris usibus et abusibus." (1642.) Wiederholt wurdeuntersagt, junge Walliser auf ketzerische Schulen zu schicken.Eine Buße von 100 Kronen stand darauf.

316) Die Jesuiten 1662 (zugelassen waren sie seit 1650); die Ursu-linerinen 1663 , zur Erziehung von Töchtern, » invitk palriotis."Adrian IV. vergällte 8000 Thaler an ihren Kirchenschmuck.Die Einsctzungsllulle kostete ihn 1600 Fr. Es ist unglaublich,was für Collaturen, Vakanzen u. s. w. noch nach Nom ging.S. Ranke, VIII. — In St. Moritz ward aufgeführt: „Streitzwischen der Seele und dem Körper, Sigismund, Liracuii, dieThebanische Legion, das Märtyrerthum des heil. Moritz. —Louservateur 8ui8ss, IX. 109.

317) Bisdahin hatten die Jesuiten vorn Staate jährlich 1000 Fr.empfangen, »in Erwartung eincr Stiftung." Sie durften Ver-mächtnisse annehmen. Archiv von Valeria.

318) Der Chorherr Will stand im Rufe der Prophetengalle und derKraft Geister anszutreiben. Auch an seinem Grabe dauerten dieWunder fort.