Band 
Dritter Theil.
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Bedeutung. Drohte mit Zerstörung ein Waldstrom —man setzte ihm ein Kreuz entgegen. Die Rhone , diedas Thal in seiner ganzen Länge willkürlich beherrschte,setzte die Luft verderbende Sümpfe, an, ohne daß manihr Austreten durch Dämme zu hindern suchte. DasVolk zerfiel in „Patrioten", Einwohner und bloße Ge-duldete ^2).

Einige Familien hatten durch Handel, oder in aus-wärtigem Kriegsdienste sich Reichthümer erworben, dieStockalper unter andern. Kaspar Stockalpcr, Baronvon Duin, Ritter des heiligen Geist- und des St. Michaels-ordens, Großbailli von Wallis ^°) und Landshauptmannder Oberwallifer hatte durch seine Freigebigkeit den Je-suiten den Weg gebahnt^'). Oberst in piemontesischemDienste hatte er zugleich Kompagnien in Frankreich , inSpanien und in den Armeen des Kaisers. Der Handelmit Salz, dessen Monopol er dreißig Jahre lang un-unterbrochen besaß, und fürstliche Jahrgelder hatten ihmzu einem so gewaltigen Vermögen verhelfen, daß er in

319) Ich finde in einer Schrift von der Hand des Bischofs Adrian IV. ,daß in UnterwalliS (1685) ein Versuch statt gesunden habenmuß zur politischen Gleichheit mit Oberwallis zu gelangen, daßaber der Bischof die Verschwörung zu vereiteln gewußt habe. —Der „Kiltgang" war verboten. Absolution hatte der Bischofsteh vorbehalten, »biumguaii» licit» coneubatio, etism si inwontibus st alii8, ut üicunt, necessitslibus cum grsvissit tenistic». " 4. Vebr. 1688.

320) Von 1670 an.

321) Die Patrioten sagten, er „gebe Gott nur, was er der Weltgestohlen habe." Er wurde beschuldigt, sich betrügerischer Weisedie Erbschaft Maggherans von 30,000 Fr. angeeignet (Archivder Fam. Kalbermatten), von Frankreich zur Werbung eines Re-giments empfangenes Geld für seinen Nutzen verwendet, undüberhaupt hundertfache Untreue verübt zn haben. Im Jahr 1663war er Gesandter nach Paris gewesen.