Band 
Dritter Theil.
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405
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LOS

der ganzen Eidgenossenschaft, „der reiche" hieß. Erwar es, der um die Mitte des Jahrhunderts den Rhone-kanal hatte graben lassen. Auf einmal verbreitete sichdas Gerücht, er gehe mit Planen um, sich zum Herrenvon Wallis zu machen. Er hatte an der Simplonstraßein regelmäßigen Entfernungen Blockhäuser errichten lassenund dieselben mit hinreichenden Waffenvorräthen ver-sehen ^). Unter der Vorsteherschaft des Vizebailli Jo-hann von Monthey fanden Volksversammlungen statt ^).Die Untcrwalliser willigten in Stockalpers Begnadigung,um mit den obern Zehnten im Frieden zu bleiben. In-dessen machten sie zur Bedingung, daß er aufhöre, sichals Souverain zu betragen, daß seine Blockhäuser, sammtden darin befindlichen Waffen dem Volke übergeben wer-den, und legten ihm die Verpflichtung auf, an die Zehn-ten von Siders, Visp und Lenk achtzehnhundert, analle übrigen aber fünfzehnhundert Pistolen zu bezahlen.Fünftausend Säcke Salz wurden ihm ebenfalls wegge-nommen. Er unterschrieb diese Bedingungen, behieltden Salzhandel und blieb Großbailli.

322) Unter mailändischem Schutze.

323) Zu Siders 2. März 1670, zu Nion 23. April.

324) Mit der Verpflichtung, das Salz zu drei Groschen das Pfundzu liefern. Seine Familie blieb im Besitze der Häuser, die ihmlängs der Simplonstraße zngehörten. Es hieß, er habe Bern in seine Interessen zu ziehen gewußt. Rotcn'sche Sammlung.Um die Mitte des Jahrhunderts war die Rede davon, eineStraße über die Berner Alpen und den Simplon von Bern nach Mailand zu führen. Der Waarenzug aus Deutschland undHolland hätte erst die Aare aufwärts und dann über die Bergediesen Weg genommen , Wallis sich den Bernern geöffnet. DasWerk war angefangen, Frankreich wußte, ohne den Schein da-von zu haben , dasselbe zu hintertreiben. Rechnungen in Bern . —Amelot. — Die Malliser schickten nicht regelmäßig Abgeordnetezu den Tagsatznngen. Ihre Wahl fand unter dem Einfluß