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UM die Freiheit gehandelt, nie gefragt hätten, wie starkder Feind sei. Es forderte Ludwig XIV. auf, Neuen-burgs Neutralität anzuerkennen und den freien Verkehrherzustellen. „Ich würde es vielleicht gethan haben, ver-setzte dieser, aus Rücksicht für die Eidgenossenschaft , hät-ten nicht meine Feinde auf so unschickliche Weise sichgerühmt, daß ihnen die Herrschaft über diesen Staat alsMittel dienen soll, 'in mein Reich einzudringen. Den-noch werde ich die Grafschaft unangefochten lassen, wenndie Kantone sich anheischig machen wollen, die Beamtendes Kurfürsten vonBrandenburg daraus zu entfernen, und siebis zum Frieden unter Sequester zu halten. Ein unparteiischesTribunal möge dann über die Ansprüche der Bewerber ent-scheiden!" Zugleich erhielt der Marschall Villars Befehl,näher heranzurücken, um dieser Sprache Kraft zugeben.Die Generalstaaten und die Königin von England ihrer-seits sagten den schweizerischen Städten ihren Beistandzu b-i). In ihrem Namen handelte ein waadtländischerEdelmann, der durch Tapferkeit, durch Talent und Cha-rakter, einer Menge von Hemmnissen ungeachtet, inHaag und London, wie zu Wien sich großes Vertrauenerworben hatte ^). Obwohl in östreichischen Diensten
98) Schon den 25. Januar 1708.
99) Er hatte erst in Holland , dann unter dem Prinzen Eugen gegendie Türken gedient. Die Charakterfestigkeit des Mannes ließsich schon aus seinem Wahlspruche: „8sn5 varier." erkennen.In der Schweiz diente er vor allem dem Vaterlande, dann auchden sämmtlichen allirten Mächten. Ohne Geld, vom BotschafterOestreichs gehaßt, von Neivern umgeben, von Frankreich ver-folgt, wußte er dennoch überall durchzudrängen. „Es ist nichtaus-zumitteln, welche» Charakter Saint-Saphorin in diesem Lande beklei-det ; auf jeden Fall aber ist er der gefährlichste und hitzigste Kopf,den ich kenne, von seltener Fähigkeit." Puisieulr. 21. März1708. „Die Franzosen thun mir die Ehre an, ihre Niederster-