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sandten zu Chur, Merveilleux, hatte einen Bruder in Genf .Er wies denselben an, sich in die Freundschaft des sechs-zehnjährigen Sohnes von Maßner einzuschleichen, derdamals in jener Stadt sich aufhielt, und denselben unterirgend einem Vorwand auf savoyisches Gebiet zu verlocken,wo Franzosen sich seiner bemächtigten und ihn gefangennach Lyon brachten Maßner gerieth in Verzweiflung.Wie sollte er bei den französischen Behörden die Befreiungseines Sohnes auswirken? Auf den Rath Mannings, desenglischen Gesandtschaftssekretairs, bediente er sich eineshöchst gefährlichen Mittels dazu. An der Spitze einigergedungener Bewaffneten drang er in Merveilleuxs Woh-nung und führte ihn als Gefangenen nach der seinigen.So groß war in Chur die Furcht vor diesem Manne,sowie zugleich vor der östreichischen Partei, daß selbstdie Regierung schwieg. Allein der französische Botschaftererhob sich mit aller Macht gegen diese schändliche Ver-letzung des Völkerrechts. Man begann zu unterhandeln,und kam überein, daß Maßner seinen Gefangenen freilassen, dann nach Svlvthurn sich begeben und beim Bot-schafter Frankreichs um Verzeihung und Entlassung auchseines Sohnes nachsuchen solle. Der unglückliche Vater,bei dem bald der Stolz, bald die Kindesliebe obsiegten,langt unter wechselnder Gemüthsbewegung in Svlvthurnan und entschließt sich am Ende zu dem Besuche bei DüLüc. Dieser verlangt ein schriftliches Geständnis seinerReue. Noch kann Maßner sich nicht dazu verstehen. Er-sucht Stanyan auf, seines Rathes zu pflegen, kehrt dannmit Vorschlägen verschiedener Art zu Dü Lüc zurück,der aber nun gar nichts mehr von Verständigung wissenwill. Merveilleux war es unterdessen gelungen, aus Chur
12g) Im April 1710.