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ZU entkommen. Der junge Maßner blieb in königlicherGefangenschaft
Unmittelbar nach diesen Vorgängen reiste Philipp vonVendome, Eroßprior Frankreichs, aus Italien durch dieSchweiz . Zm Sargansischen wurde er überfallennach Feldsberg und von da auf einem Floße nachFeldkirch gebracht; Maßner und der kaiserliche Abgeord-nete, Baron von Greuth, hatten hier im Einverständ-nisse gehandelt. Die Frechheit dieses Ueberfalls brachteBündten und die Eidgenossen in Aufruhr. Die regieren-den Orte der Herrschaft Sargans setzten auf MaßnersKopf einen Preis aus. Der Bundestag versammelte sichin Chur '^).
Maßner ward vorgerufen und erhielt Befehl, allesMögliche zu thun, daß der Eroßprior seine Freiheit er-halte. Allein voll Vertrauens auf den Schutz zweiergroßer Mächte machte er nur über seine Richter sichlustig. Der Zehngerichtenbund, wo er zahlreiche Anhän-ger besaß, ernannte ihn zum Landvogt von Meienfeld.Mit 240 Pferden hielt er in der kleinen Stadt seinen
130) „Der König hatte mir überlassen, in der Sache zu handeln. Mansah wol ein, daß wir soviel als gewonnenes Spiel hatten. Mer-veillcur wurde frei gegeben, und eine Abordnung geschickt mitdem Auftrage, dem Willen des Königs sich zu unterwerfen ; alleshart unter den Augen Greuths und Stanyans." Dü Lüc. L8.Juni 1710.
131) 28. Oktober. — Lio^rapliis universelle. — „Ich hatte Leute ge-funden, die mir Hand bieten wollten, Maßners habhaft zu werden.Da indessen die kleine Schaar, aus 12 bis 15 Mann bestehend,zu diesem Zwecke sich in Bewegung setzte, so vernahm ich, daßder Prior sein Wort gegeben habe, nicht zu entweichen. UnsereGegner sagten aus, er stehe erst um sieben Uhr Abends auf, undsetze sich dann mit dem Banditen zu Tische, um bis vier UhrMorgens zu singen und zu trinken." Dü Lüc.
132) Im März 1711.