Band 
Dritter Theil.
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Einzug. Der Hochmuth ging indessen nur dem Fallevorher. Die zwei andern Bünde bildeten voll Unwillensin Jlanz ein Strafgericht. Maßner, besorgt wegen desAusgangs, entfloh nach Feldkirch und bat dort um Ledig-laffung des Großpriors. Sie ward bewilligt unter derBedingung, daß Vendome sich wieder zu stellen habe, wennder junge Gefangene in Lyon binnen drei Monaten nichtseine Freiheit erhalte. Von Feldkirch begab er sich nachWien .

Die Parteien fuhren unterdessen fort, sich auf jedeWeise zu bekämpfen und es kam zu abermaligen Gewalt-thaten. Der englische Geschäftsträger Manning ward inder Nahe von Pfeiffers überfallen und trug im Handge-menge, das entstand, zehn Wunden davon. Die Thäterkonnten durch die strengsten Nachforschungen nicht ermit-telt werden. Unterdessen war das Strafgericht in Zlan;zusammengetreten. Maßners Gegner griffen um 20 Jahrezurück. Alle Uebelthaten desselben während dieser Zeit wur-den aufgezählt. Man beschuldigte ihn der Uebertretunggöttlicher und menschlicher Gesetze, des Verrathes, desAufruhrs, der Vergiftung, des Straßenraubes, der Falsch-münzerei. Die Richter verurtheilten ihn, als überwiesenin allen diesen Dingen, zum Verluste der Ehre, seinesVermögens und des Lebens. Auf seinen Kopf wurdenfünfhundert Dukaten gesetzt, tausend waren demjenigenverheißen, der ihn lebend ausliefern würde zum Behufeder Viertheilung. Mit Mühe konnte seine Frau auswir-ken, daß nicht auch noch das HauS niedergerissen und eineSchandsäule an die Stelle gesetzt wurde. Während seineMitbürger auf solche Weise über ihn urtheilten, wardihm in Wien auch noch der Schutz entzogen, den er dortzu finden gehofft hatte. Die Fürsten bedienen sich wolder Verräther, werfen sie aber nachher weg. Er kam