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Abt von St. Gallen . (1717.) Ausgang des Zeit-alters der Reformation. — Erwachen der Freiheitim Gewände der Neuzeit, zu Genf 1707, zuZürich 1713.
(1712 - 1715.)
I. In Folge der Kriege, zu denen Ludwigs XIV. Ehr-geiz Veranlassung gegeben, hatte rings um die Schweiz her das Gewitter getobt, ohne indessen über ihr selbst sichzu entladen. Nichts desto minder fand sich Grundes genugzu Besorgnissen. Zu Paris und zu Wien hatte Rom Schritte gethan, um eine Theilung der Schweiz im In-teresse der Religion zu bewirken '). Während Ludwig XIV. den reformirten Kantonen mit seiner Rache drohte, gefielman sich zu Wien in Träumen der Wiedergewinnung desStammlandes des Habsburgischen Hauses ^). Bei alledem
1) llon8>dersliou8, 8vr ce gus I on pourroil faire da plu8 eou-venabls pour la 8tlrels du eorp8 kolveligus el psrliculiere-meut du liaulon de Lerne. Nemoirs du xeneral ds 8t.8spiiorill. 1702. — Archiv der Familie Hletral.
2) Ein Minister hatte an Leopold I. im Wesentlichen geschrieben:„ Ew. Maj. thut wohl daran, fortwährend Ihre Ansprüche an dieSchweiz , diese Wiege der Ahnen Ihres erlauchten Hauses, vorAugen zu halten. Ew. Maj. kennt besser als Dero Vorfahrendie Weise, in welcher die Kantone unterwürfig gehalten werdenmüssen. Zeigt man ihnen Geringschätzung oder wendet manStrenge an, so empören sich diese kraftvollen Bauern dagegen,während sie wol unter ein Joch zu bringen find, das man unterBlumen zu verbergen weiß. Wenn nur die Schmeichelrede nichtgespart wird; der Tag kömmt zuverlässig, wo man ihre Früchteernten muß. Veranstalten Sie Werbungen, suchen Sie die refor-mirten Kantone, zu dieser Zeit die mächtigern, zu gewinnen; er-niedrigen Sie sich, vergessen Sie Ihre Größe. Neben Sie eineLammesgeduld und Milde bis die Zwietracht angefacht ist, dannerwache plötzlich der Löwe, es brechen Ihre Armeen dann ein undstellen Ew. Maj. Rechte über die Schweiz wieder her. .. Wasich hier niederschreibe, ist nur, was ich aus Ew. Maj. eigenemMunde bei mehr als einem Anlasse vernommen habe." Politisches