Band 
Dritter Theil.
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rissen und die blutenden Glieder in die Sitter geworfen'").Wyl wurde von den Reformirten besetzt. Der Abt flüch-tete sich nach Ravensburg, von Thurn nach Lindau , dieConventualen in schwäbische Klöster.

Die Sieger hielten ein Dankgebet. Nabholz, nach-dem er Führer seiner Mannschaft gewesen, war jetztauch ihr Prediger, hielt, ihnen ihre Fehler vor, machte sieaufmerksam wie unverdient ihr Sieg gewesen, und daßsie doppelte Ursache haben, Gott dafür zu danken. Wiejener prophetische König der Hebräer verband er mitgroßer Leidenschaft große Liebe. Die Armee marschirte,überall die Landleute entwaffnend, nach St. Gallen . DasKloster wurde besetzt'"). Vierhundert Fuder Wein, Ge-räthschaften, die Bibliothek, die Buchdruckerei, selbst dieGlocken und Feuerspritzen wurden weggeführt. Sechsund-vierzig Pferde zogen von Dorf zu Dorf bis nach Zü-rich die große Glocke der Abtei, die so oft das Zeichenzu religiösem Zweispalt gegeben. Unter den Papierendes Fürsten wurde die Rechnung über die Summen ge-funden, die er in den fünf Orten hatte austheilen las-sen'"), der Briefwechsel mit seinem Agenten in Wien '")

154) Felder hatte zwei östreichische Artilleristen, Pulver für einen Tag,Lebensmittel für zwei. Der Adt verhieß ihm Beistand, ohnedenselben leisten zu können. Seine Offiziere fanden Schutz imLager der Sieger. Der Landshauptmann Hefsp, auf der Fluchtereilt, wurde wie Felder niedergemacht. Wylerchronik. — Pnppi-kofer 216- — Zürchersche Beschreibung des Tockenburgerkricgs. —^.cta logAica.

155) Der Abt Leodegar hatte das Kloster dem Schutze des Rathesvon St. Gallen anbefohlen (nicht der Bürgerschaft, die andersdachte, als der Rath) umsonst aber bat dieser bei den Siegernum Schonung desselben.

156) S. Seite 467, Note 47. Bon allen Seiten her fiel man nun inFlugschriften, Dramen, Satpren, Liedern, Predigten über denBesiegte» her.

157) Blafius Bender, Großkellner von St. Blasien .