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Abtes herzufallen. Vodmer hörte kaum auf ihn. „Linksauf St. Peter," kommandirte er. „Wenn ihr heute St.
Peter erobert, so freß ich's mit seinem ganzen Gemäuerauf!" erwiederte Nabholz und ritt von ihm weg'^).
Dodmer aber ließ dem Feinde Zeit, sich in Wyl festzu-setzen. Langsam, methodisch stellte er die Züricher aufder Anhöhe, die Berner im Walde auf. Nabholz zogsich nach Rickcnbach. Der Regen fiel in Strömen, manmußte den Angriff verschieben. Die in Wyl eingeschlos-senen viertausend Mann waren Landleute, welche mehr ->die Furcht als Kriegseifer unter der Fahne hielt. Fel-der suchte ihnen Muth zu machen, indem er von Annähe-rung einer östreichischen Armee sprach. Plötzlichaber beginnt sich der Himmel zu röthen. Bomben undglühende Kugeln verbreiten den Tod und wecken die Flam-men. Die Thurgauischen Unterthanen des Abtes erschreckenund fliehen. Noch zögern die übrigen, als Nabholz ander Spitze der Tockenburger und einiger waadtländischerKompagnien plündernd daS ebene Land bis nach Goßauhin zu durchziehen anfängt. Dort hatte ein alter SoldatGreise, Weiber und Kinder unter die Waffen gerufen,sie auf den Anhöhen hin und herziehen lassen, so daßman eine herannahende Heeresabtheilung zu erblickenglaubte. Die beabsichtigte Täuschung gelang. Rüdlinger,
Maggion und der Schwärm ihrer Tockenburger ergrif-fen die Flucht. Nabholz aber hatte seinen Zweck dennocherreicht. Die in Wyl eingeschlossenen St. Galler ver-ließen, sobald sie von der Plünderung ihrer Wohnungenhörten, den Flecken, um jene zu schützen. Vorher abernoch waren sie voll blinder Wuth über ihren eigenenFührer hergefallen, hatten seinen Körper in Stücke ge-
152) Meister, III. 93.
153) 17. Mai.