Band 
Dritter Theil.
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sendete nun seinen Adjutanten Davel an Trautmanns-dorf. Unter dem Schutze dieses Offiziers sollte die Ein-schiffung des Botschafters vor sich gehen. Davel brachteindessen noch Bedeutenderes zu Stande. Sein in selte-nem Grade untadelhafter Charakter, eine Mischung vonUnerschrockenheit, kaltem Blute, Seelengröße und christli-cher Milde verschafften ihm mächtigen Einfluß auf Andre.Wer in seine Nähe kam, fühlte sich von ihm angezogen.Wahrend Trautmannsdorf mit östreichischer Bedächtlich-keit sich zur Abreise rüstete'^), wendete er sich an dieHäupter deS Stadtrathes von Baden, die bei demselbenversammelt waren: „Wir sind," sprach er zu ihnen, „keineso erbitterten Feinde. Nur mit Schmerzen würden wireure Stadt in Trümmer schießen, obwohl wir alle Machtdazu hätten. Kommt selbst und überzeugt euch von letz-term." Der Hauptmann Pfyffer und mehrere Bürger be-gleiteten ihn nach den großen Bädern. Sie fanden aufder Höhe über denselben zehntausend Mann mit fünfzigKanonen und vielen Mörsern gelagert. „Nach vierstün-diger Beschießung aus diesen," sagte Davel, «dürfte keinZiegel auf euer« Dächern mehr ganz sein." Zn derThat vermochte er sie, auf eine Kapitulation anzutragen.Man gab ihnen bis zehn Uhr Abends Zeit die Uebergabs-punkte zu entwerfen. Bern genehmigte dieselben ohne Wet-ters ; nicht so Zürich . Hirzel hatte Befehl, die Uebergabenur auf Gnade oder Ungnade anzunehmen. Abgewiesendaher von demselben, begab sich der Schultheiß Schnorfnach den großen Bädern, um die Vermittlung der Ver-lier nachzusuchen. Er entschuldigte das Benehmen derBürgerschaft, mit der Verpflichtung derselben, der Mehr-heit der regierenden Orte zu gehorchen Sacconay

105) Bis sieben Uhr Abends.

>86) „Der Vertrag von 1450 heißt uns der Mehrheit der Kantane