Band 
Dritter Theil.
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die am Fuße der Hügel hinströmt, gewaltig an. DieSoldaten sahen sich genöthigt, in den Dörfern und imWalde Schutz zu suchen^). Luzern , das sich ebenfallswieder aufgerafft hatte, sendete, sie anzuführen, den vonden Landleuten geliebten Schultheißen Schweizer ab. Beiseiner Ankunft musterte er die Armee. Was man aufden frühern Siegesfeldern wallen und blitzen sah, dasHaupt-panner von Luzern , die alten Fahnen, die Schlachthörner vonUri , Morgensterne^) und Feuerwaffen, alles fand hier sichvereinigt; nur der -Geist der alten Eidgenossen fehlte.Diese hatten vor dem Beginne des Gefechtes, vollGlaubens an die Gerechtigkeit ihrer Sache und vollVertrauens zum Himmel, ihr kurzes Gebet verrichtet.Ihren Söhnen theilten zahlreiche Priester Amulete zumSchutz vor den Kugeln aus ^), lehrten sie am Morgenund Abend beten: „Heilige Mutter Gottes! hilf uns vonden holländischen und englischen Hunden und den Bernern,die wie Teufel um uns her wüthen." Zn den alten schö-nen Tagen der Eidgenossenschaft sahen die Krieger inihren Führern Freunde und Vater, die ersten unter glei-chen ; ihre Kriegszucht wurde von andern Nationen nach-geahmt. Die bei Sarmenstorf gelagerten Milizen behan-delten ihre Offiziere wie Untergebene. Sie waren es,die zu ruhen, zu marschiren, jetzt eiligern, jetzt langsa-mern Schrittes, je nach Gutdünken befahlen. Als Schwei-zer nach beendigter Musterung sich anschickte, Kriegsrathzu halten, tobten sie um ihn her mit dem Geschrei: Wasist's? Sind wir schon verrathen? oder müssen wir erst

272) Einzelne ihrer Vanren plünderten die nächstgelegenen BernischenDörfer.

273) „Keulen, mit denen sie die Verwundeten todtschlugen." Aus ei-nem von Hrn. Dnlon der Kantonalbibliothek in Lausanne ge-schenkten Manuscripte.

874) SchußfesteZettel. Die Züricher hatten ihren „geistlichen Proviant.,,