Band 
Dritter Theil.
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Hendschikon konnte als letzte schwache Verschanzung nochdienen. Dämon sah sogleich, daß wenn auch hier derFeind noch durchbrechen sollte, die Flucht allgemein wer-den müßte, und zwang, den Degen in der Hand, seineWaffengefahrten Stand zu halten. Was vermag nichtein Mann voll kräftiger Entschlossenheit! Auch andereOffiziere folgten seinem Beispiel, ergriffen die Soldatenbei den Armen und führten dieselben ins Gefecht zurück.Einige warfen sich an der Spitze von Dragonern auf dieStraße nach Lenzburg und drohten, jeden, der einenSchritt breit weiche, niederzusäbeln. Es gelang ihnenauf diese Weise einige Kompagnien wieder auf dasSchlachtfeld zu bringen.

An die Spitze dieser stellte sich nun der greise VennerFrisching. Seines Lebens, dessen Ziel ohnehin nahe war,um so weniger schonend, trat er mit gehobenem Degenvor die Reihen hin, die seinen Hut von Kugeln durchlö-chert sahen. „Muth, meine Kinder!" rief er, „schließteuch fest an, wir wollen vereint leben und sterben!" Diese we-nigen Worte reichten hin, die Soldaten aufs neue anzu-feuern. Auch Sacconnay erschien wieder in diesem Augen-blick. Sobald er verbunden worden war, hatte er aufsneue sein Pferd bestiegen, um seine Truppen wieder inSFeuer zu führen. Alles kehrte dem Feinde bei seinemAnblick die Stirne wieder zu. Die ganze Armee drang,wenn nicht in bester Ordnung, doch mit festen. Schritte,das Gewebr geschultert, mit solcher Kraft vor, daß sienach halbstündigem Gefechte nun ihrerseits wieder denFeind zum Weichen brachte und denselben Schritt fürSchritt zurückdrängend, sich bald wieder im Besitze desSchlachtfeldes fand ^). Die Katholischen nahmen ihrealte Stellung am Abhänge des Berges ein.

302) Es war drei Uhr. „Jesus Maria," sagte Schwyzer, „wer hättex. Br 88