Band 
Dritter Theil.
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Die Schlachtordnung ward gebildet, um sie auch hier an-zugreifen. Auch die Dragoner traten in die Linie. Zwei-hundert Freiwillige unter den Majoren Tscharner undLutz drangen unter dem Feldgeschrei : „Sins! Sins!keine Gnade!" die ersten vor. Der Grünhag, welcherdie Luzerner deckte, ward durchbrochen, die Musketen demFeinde ins Gesicht losgebrannt; dann stürzten sie mitaufgepflanztem Bajonet auf die von Göldli befehligte Bat-terie los. Der Widerstand war so kräftig als der An-griff. Wo einer fiel trat sogleich ein anderer in die Lücke.Die Luzernischen Patrizier bewiesen, wie ungerecht derVorwurf der Verrätherei sei, den man ihnen gemachthatte. Unter den ersten erlag Pfyffer-"^), dann der Sohndes Schultheißen Schwyzer, Lieutenant bei der französi-schen Garde, der ältere Sohn des Obersten Reding undder junge Fleckenstein. Zwei Balthasar fielen im nämli-chen Augenblick, Abkömmlinge eines Kriegers, der fürseine bei Kappel bewiesene Tapferkeit das Luzernische Bür-gerrecht erhalten hattet). Crivelli, der zu Baden in

an solchen Widerstand gedacht?" — „Ich!" versetzte Amrhyn.„Hätte man mir geglaubt und nicht dem Nuntius, so würdenjetzt nicht so viele wackere Leute in ihrem Blute liegen." —„Gott sei mit uns," sprach der Schultheiß .

303) Pfysfer, der über die Protestanten nicht siegen wollte, weil in die-sem Fall in allen katholischen Kantonen die Demokratie weiterum sich gegriffen hätte, nahm eine schlechte Stellung ein undließ sich sogar überflügeln. Sein Sohn, der die heimlichen Ab-sichten des Vaters nicht kannte, dessen Fehler aber bemerkt hatte,machte ihn auf denselben aufmerksam. Da er sah, daß jenernichts thun wollte, ihn zu verbessern, lief er von Reihe zu Reihemit den Worten: „Will denn niemand meinen Vater tödten?Ich der Sohn kann eS ja nicht." Nswoires äs keeenval.

304) Berühmte Männer. II. S87. — So groß war das Mißtrauen,daß mehr als ein Artillerist durch seine eigenen Wafsengenoffengetödtet wurde, weil auf seinen Schuß die Kugel nicht in dieFeinde schlug.