Band 
Dritter Theil.
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Gefangenschaft gerathen war, und eidlich versprochenhatte, während dieses Krieges nicht wieder zu dienen,erlitt den wegen gebrochenen Schwures verdienten Tod.Kapuziner, Priester hatten sich ebenfalls ins Kampfge-tümmel gemischt. Auch mehrere dieser wurden durchdie Kugeln der Schützen von Hasle getroffen. Ungeach-tet solchen Verlurstes fuhren dennoch die Luzerner forttapfer zu kämpfen. Langsam nur und jeden Fuß breitErde vertheidigend, zogen sie sich nach der Hohe zurück,als sie plötzlich gegen vier Uhr auf ihrem linken Flügelund hinter sich gewaltigen Trommellärm hörten. Funk-häuser, der während der Schlacht die Anhöhe innege-habt hatte, welche die Lenzburgerstraße beherrschte, rückteauf Sacconnays Befehl hier vor. Gleichzeitig traf derOberste Mai, der schon bei Malplaquet mit Wunden be-deckt worden war, mit frischen Truppen ein, die er imAargau gesammelt hatte. Ein allgemeiner Schrei erschollbei den Katholischen : „Wir sind verloren, die Ketzer kom-men mit einer neuen Armee!" Schon flohen in ge-strecktem Galopp die Luzernischen Dragoner, durch die-jenigen des Waadtlandes auseinander gesprengt; baldfolgten auch die Bataillone des Fußvolkes, indem ste ihreWaffen wegwarfen. Die Berner, welche der Kanonen-donner noch mehr anregte, verfolgten dieselben, den Sä-bel über ihren Häuptern'^j. Um sechs Uhr Abends warendlich die Schlacht von Vilmergen, die blutigste, welchedie Eidgenossen in religiösem Zweispalte einander gelieferthatten, gewonnen.

Saccvnnay kehrte zuerst vom Nachjagen zurück, indem

305) Die Dragoner nebst der «on den waadtländischen Vasallen aufge-stellten Reiterei, die gegen Ende der Schlacht unter Lobs de Che-seaur van Lenzbnrg eingetroffen war, verfolgten dieselben bisnach Mnri.