Band 
Dritter Theil.
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Majore Wyß und Croufaz, die man nach Bern abge-ordnet hatte, zogen langsam den Stalden hinauf. Vordem Rathhause angelangt, nahmen sie aus dem mitge-führten Wagen eine Hand voll Fahnen; die Thüren desRathsaales öffneten sich; sie warfen ihre Siegeszeichenauf den Boden hin mit den Worten: „Dankt dem Him-mel und euern wackern Kriegern! Euer Excellenzen ha-ben gesiegt!" Sie mußten den Hergang im Einzelnenerzählen, dann erhob sich der Rath und begab sich zurKirche zum Dankgebet. Geläut aller Glocken erfolgte.Mit den Freudenthränen aber mischten sich diejenigen de-rer, deren Väter, Bruder oder Söhne den Siegesruhmmit ihrem Blute erkauft hatten^").

Während dieser Vorgänge in Zürich und Bern flüch-teten die Besiegten auf allen möglichen Wegen. Dumpfund niedergeschlagen ließen diese Bauern, denen der Him-mel selbst seine Unzufriedenheit zu erkennen gegeben hatte,sie, die am Morgen noch so übermüthig und unbändig wa-ren, jetzt gelassen sich alles Schlimme sagen. „Wohlan!stürmt jetzt ihr Teufelskinder ^")!" schrie sie der Haupt-mann Felder von Luzern an. Der Nuntius, dessenFeuerblascn so viel zum Kriege beigetragen hatte, waram Schlachttage abgereist, um persönlich seinen Gläubi-gen Muth einzusprechen. Seine Reise wurde durch dieLangsamkeit der elenden Miethspferde, die er nur mitMühe noch hatte auftreiben können, verzögert. So trafer denn, als er in der Umgegend von Muri anlangte,

313 ) Der Major Lutz, welcher den Urislier überbrachte, erhielt eine gol-dene Kette, LOO Pistolen an Werth. — Am nämlichen Tage ließBern den in Trauer versetzten Familie» sein herzliches Beileidbezeugen. Es geschah dieses auch gegen die Verwundeten selbst.Der Armee wurde ihr tapferes Verhalten verdankt.

314) „Ihr Ketzerei!! Gönd, stürmid jetzt!"

315) Oder von Kaiserstuhl ?