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Wintermonats blieſe durch die ganze Schweiz Püͤndten Glarus / di-vinerthal 2c ein gar ſtarker Foͤn⸗oder Mittagwind/ von deſſen Urſa-chen und Wirkungen mich weitlauffig herausgelaſſen Tom. II. Ha-turgeſch. p. 181. Füge diß Ohrts diß einige bey/ das der Langen-See Lago Maggiore , in die Hohe gewachſen 24, Ellen/ da hingegender diſſeits dem Gotthard liegende! V. Waldſtätten⸗ oder Lucerner-See nicht hoher geſtiegen gls 2. Ellen. Es haben einiche die Urſach deſ-ſen wollen zuſchreiben der ſtarken Wirkung des Foͤnwinds in den Aus-fluß des Loo in das Meer/ und vermuthen/ das derſelbe hierdurch ver-hindert worden/ folglich ſich die Waſſer von hinten gufgeſchwellet ha-ben: Es iſt aber wahrſcheinlicher die Urſach zuzumeſſen der ſchmilzunghaͤuffigen Schnees guf Mittaͤgigerſeite der hohen Alpen.
Der Wintermonat war er unbeſtaͤndig und kalt. Den 13. Mor-gens zwiſchen 3. und 4. Uhr ſpuͤrete man in dem Zuͤrichgebieth/ Thur-
goͤw/ und Schwabenland ein Erdbeben; und 4. Tag hernach den 17.
nach 7. Uhr Abends zu Egliſau an dem Rhein ; deren Beſchreibungiu finden Lom. II. Naturgeſe e 3 fZu anfang des Chriſtmongts blieſen ſtarke Weſtwinde/ und diemeiſte Zeit dieſes Monats hindurch: das Wetter war unbeſtaͤndig/und zeigten ſich an den Menſchen allerhand Catharraliſche/ oder Fluß-geſchwolſten. i 8S 5
A. 1706. Der anfang war zimlich milt/ gegen den 4. Jan. wurdedie Kolte gröſſer, dolfahne Schnee: um den 19. wurde ſie ſehr ſtark/und zu end des Mongts wiederum geringer. Die Pocken oder Kinds-blatteren gratlirten hin und her. 2—
Der Hornung war ſehr unbeſtaͤndig/ anfangs milt und regnicht:den 7. und d. blieſen die Sud⸗ und Weſtwinde ſtark/ und hatten wirdarauf viel Regen: in mitten des Monats vermehrte ſich die Kalte.
Zu anfang des Merzens/ unter des warmen Foͤnwindes⸗Regie-rung ſchmolze der Schnee: den 9. haltete die Kälte wiederum an beydem Nordwind: der übrige Monat war unbeſtändig: wie auch der
ganze Aprel.
Der anfang des Meyen war ſchon/ es folgete aber bald darauf Re-genwetter: vom 7. bis zum 10. hatten wir wiederum ſchoͤne Witte-rung: den 10. Abends Donner/ mit etwas Regen; der 12, Tag iſt in-ſonderheit Chronickwurdig wegen jener totalen/ oder gaͤnzlichen Son-nenfinſternuß/ welche weitlauffig beſchrieben Tom. II. p. 39. Auf dieſeFinſternuß hatten wir 4. ſchoͤne und warme Tag; der übrige 11