.
888(78) 888.
„Den e. Aprel um 10. Uhr nach Mittag ſahe man wiederum einenNing um den Mond ꝛetliche Tage hernach blieſen die Weſtwinde ſehrſtark/ und war die Witterung ganz unbeſtaͤndig. i
Den 2. Mey um 1x. Uhr Nachmittag hatten wir Donner und
Blitz wie auch den F. der übrige Monat war unbeſtandig.
Der Brachmonat hatte mehr ſchoͤne als regnichte Tag/ und watzimlich warm: den 24. war eine Meil von Zuͤrich ein ſtarkes Unge-witter.
Der anfang des Heumonats war etliche Tag nach einander vorMittag hell und warm/ auf den Abend ungeſtuͤmm/ und regnicht/ hinund wieder zeigten ſich ſcorbutiſche Krankheiten und Geſchwulſten imHals. Das end war uͤberaus warm. Und berichtet die Koͤnigliche Ge-ſellſchaft in Frankreich in ihrer Hiltoire 1705. p. 39. das den 30. Jul. dasum Montpelier herum die Luft ſo erhitzet geweſen/ als ob ſie aus einemGlasofen herauskaͤme/ und man kein ander Mittel gehabt/ ich darvor
u verwahren/ als die unterirꝛdiſchen Holen und Zimmer; das manin und wieder die Eyer habe kochen koͤnnen an der Sonn: daß die
Thermometer Glaͤſer an vielen Ohrten verſprungen/ oder ſo hoch ge-
8
ſtiegen/ als ſie ein heiſſes Unſchlitt treiben kan; das ein groſſer Theilder Weinreben vor Hitz verdorben. Ich ware domahls/ und im Auguſtoauf denen hohen kielvetiſchen Gebirgen/ und hatte die ganze Reiſe hin-durch faſt allzeit ſchoͤne/ und auf denen Bergen ſelbs ein auſſerorden-lich warme Witterung, Vom Schnee und Eis ſchmolze mehr/ als inandern Jahren zugeſchehen pflegt.
„Der Augſtmonat war ſehr warm/ gegen dem end aber um etwasmaſſiger: Alle Coxper litten eine ſtarke Ausdampfung/ und grallirte15 und wieder die Rothe⸗Ruhr/ und andere Bauchflüſſe. Die Baum-rüchte kamen zwahr frühe zu ihrer Zeitigung/ wurden aber wegenMangel des Nehrſafts kleiner als in andern Jahren.
Der Herbſtmonat war feuchter und kalter/ und erzeigten ſich wie-derum wegen zugeſchloſſener Durchdaͤmpfung e Fieber. Das endedieſes Monats wurd wiederum hell und warm/ faſt alle Morgen ſtiegeauf ein Nebel welchen aber die Sonnenhitz bald vertrieben.
„ u anfang des Weinmonats hatten wir helles Wetter; den 4. felein Puͤndten ein ſtarker Schnee/ der die Baͤume niedergetrukt/ er ver-gienge aber unter der Regierung eines warmen Winds ohne ſonderli-chen Schaden den 8. Abends um 10. Uhr ſahe man einen lalo oderRing um den Mond: in folgenden dreyen Tagen hatten wir regnichteund windichte Witterung. Den 16. ſienge man an die Trauben leſen.
Von der mitte dieſes Monaks bis zu dern end/ und im anfang des
Winter-
——————, 0 2e