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und gegen Norden ſeine Spitze hat; keiner unter allen Bergen im Landiſt ſo zahm als dieſer/ wird daher Luſts halben am meiſten beſtiegen/ ob
Bodenſee geſehen wird: der Schnee vergehet ganz den Sommer durch/wann der noch ein Geiß groß/ nach der Thurthaleren Spruͤchwort/ ſofangen ſie gemeinlich an zu heuen am Fuß dieſes Bergs gegen demAppenzellerland wachst ein kleines Berglein hervor/ welches eine Ab-bine des groſſen Stokbergs/ und deßnahen der Aetiſtok oder kleinStokberg/ item der Hiderſtokberg genennet wird. Alernechſthinter unter dem groſſen und kleinen Stokberg iſt das Riedtbad/ wel-ches nicht nur von Landleuthen ſondern von St. Galleren und Appen-
elleren beſucht wird. In einer halben Stund komt man vom Stok-
erg uͤber eine Tieffe auf den Schindlenberg/ welcher einem Kranz
oder beſſer einem oberen Theil des Leibs gleich/ in der mitte etwas er-
hoͤchet/ welche Hoͤhe oder Kopf eigentlich der Schindlenberg heißt/ dieinte Schulteren nennet man das Ruſtell/ die andere den Kohten-ſtein; vom Nuſtell oder Schindlenberg hat man 1. und 3. Stundauf den Luͤttyſpitz/ der von unten an biß zu oberſt ſich auf allen Sei-ten artig ausſpitzet; von dannen in einer guten Stund kommet man indie Lauchwis/ alſo genant von der viele des ſchoͤnſten Lauchs ſo ne-bent der Mutteri darauf wachst Es beſtehet faſt der ganze Berg ausweiſſen Steinen. Von hier erꝛeichet man in 1. und L. Stunden dieSilberblatten/ ſo überall faſt blat und von der Sonnen beſchinnenbald Blutroth bald Silberfarb ausſihet. Weiters kommet man in2. Stunden auf den hochen Säntis weleher unte unſeren Ber-gen der hoͤchſte halb ins Toggenburg und halb in das Appenzellerlandehoͤrt/ an das Oberland anſtoßt/ von ſo ungemeiner Hoͤhe/ das denfeiſſſten Sommer durch eines Kirchenthurns hoch Schnee darauf zufinden/ und denen die zu oberſt übernachten die Sonn nicht lang unterdem Horlzont bleibet/ auch andere hohe Berg ab ſelbigem als Anmeiſ-ſenhauffen anzuſehen ſind. Von dannen kommet man in einer— St.auf den Wildhauſer Schaafberg/ der zwahr nicht gar groß/ aberwild/ und von Schaafen ſonderlich geetzet wird. Weiters in einer.Stund auf den Golman/ ſo der gemeinen Sage nach von den Grab-ſeren um 30. Viertel Birenſchnitz oder Stuͤckli erkauft worden/ undnoch im Toggenburg ligt/ auf den Grenzen des Oberlands.Von Mittag und dem Wildhauß zeuhet ſich nun eine andere
Bergreyhe gegen dem Nidergang/ dann ſo wir vom ſeztgemeldten Gol-
man ohngefehr 2. Stund weiters gehen/ kommen wir zu einem uberdie maaſſen langen dicken hohen und groſſen Berg/ der gegen Auf-8 e gang