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3 (1718) Meteorologia et oryctographia Helvetica, oder, Beschreibung der Lufft-Geschichten, Steinen, Metallen und anderen Mineralien des Schweitzerlands, absonderlich auch der Uberbleibselen der Sündfluth / von Johann Jacob Scheuchzer
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60
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Orthen die eben nicht ſo gar weit von einander gelegen/ und doch 0ganz verſchiedenen Umſtanden. Woraus mehr als zur Gtnüge 111let/ daß nicht beyde eben daſſelbe geſehen. Und ich zweiffele ncht de-geringſten/ wenn wir kuͤnfftig erfahren ſolten/ was man in berſche⸗ enen Orthen obſerviret/ es werde ein merklicher Unterſcheid in del.ſonderen Umſtaͤnden anzutreffen ſeyn. Wie denn zum Ex. ſchot 11Nachrichten geben/ daß in einigen Orthen der Bogen in Stücke gbrochen/ in anderen gar keiner geweſen/ eben wie Seidel den o 10Bogen ganz, Kirch aber zu eben der Zeit zerbrochen geſehen 10„gleichen bey Seideln eben derſelbe Bogen auf dem Horizont 0 0ſtanden/ bey Kirchen aber ihn nicht erꝛeichet. Wenn wir wüan welchem Orthe von Halle aus gegen Norden zu es vertical 115nen: ſo koͤnnte man leicht darthun/ wie hoch es in der Lufft übe let/Erden geſtanden. Da es uns aber an genugſamer Nachricht 10konnen wir nichts gewiſſes ausmachen. Unterdeſſen wer verſteman ausrechnen ſol/ wie weit man eine Sache ſehen kan/ wennund ſo hoch ſtehen ſol/(welches ich in meinen Element. Geogt.lehre;) der wird finden/ daß ein Phenomenon nicht eine halbehoch ſtehen darff/ ſo kan es faſt 60. Meilen rings herum geſehenden. Wenn alſo gleich das wäre gewiß geweſen/ was anfangs!ret worden/ daß man eben dasjenige welches unſere Innwohn 5Beſtuͤrzung geſetzet/ bis 40. Meilen ſehen koͤnnen; ſo hatten wir 6wegen doch nicht noͤthig gehabt/ ſelbiges uͤber eine halbe Meile 15

zu ſetzen. Wenn wir auch annemmen wolten(welches einige Winſcheinlichkeit zu haben ſcheinet /) daß an allen oben erwehnten Overſchledene Theile eines bhœnomeni geſehen worden; ſo 5105 doch noch mit der Hohe von einer halben Meile auskommen.

er grote Unterſcheid ihrer Breiten iſt noch unter vier Graden/ hegleichen unſere Hoͤhe erfordert. Nun weiſen die Autores, ſo die Beeder Wolken unterſuchet haben/ als Ricciolus in ſeiner Ceograplla 5formata und Kepler im Epitome Altronomiæ Copernicanæ: 10 ödie Wolken/ wenn ſie am hoͤchſten kommen/ eine halbe Meile hoch b5 Derowegen weil wir zur Zeit keine Kailon finden/ warum, 115es über eine halbe Meile hoch ſezen ſolten; ſo ſehen wir/ daß es in halſo Orthe entſtanden wo die Bunſte aus der Erde hinkommen e 510 bebe lea mit in die Zahl der Meteororum zu rechnen ſeb. n-f. 115 aber auch noch darinnen verbleiben/ wenn ſich gleich einige 0 1ande hervor thaten/ die uns noͤthigten es weit hoͤher zu ſetzen. T 15

man weiß/ daß die Ausdujnſtungen aus der Erde gar vie höher fei z