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3 (1718) Meteorologia et oryctographia Helvetica, oder, Beschreibung der Lufft-Geschichten, Steinen, Metallen und anderen Mineralien des Schweitzerlands, absonderlich auch der Uberbleibselen der Sündfluth / von Johann Jacob Scheuchzer
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73
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Geede machen wollen/ daß er andeuten ſol/ Er wolle das menſchlicheFeſdechre ache mehr durch Sundfluth verderben: ſo hat Er Gen.Rage& ſeqq. die Erklarung davon gegeben. Eben ſo hat Er es ge-Hecht wenn Er andere natürliche Zufälle zu einem Zeichen hat ma-den wollen: dergleichen Exempel von einem Zeichen ſeines Zorns fin-Pho bir Jerem. XLIV. 29. Wenn wir nun entweder von unſeremUbedomeno ins beſondere/ oder von allen ungewoͤhnlichen Meteorisdas Haupt in der Bibel eine Bedeutung findeten/ oder darauf/ und0 Ubel/ o nach ihnen auf dem Erdboden erfolget/ acht zu haben waͤ-ſtanangewieſen worden; ſo koͤnnten wir aus den gegenwärtigen Um-anden der Zeit mit gutem Grunde eine zuverlaſſige Deutung ma-15 o aber finden wir weder uberhaupt von den Zeichen des Him-der ccnoch ins beſondere von unſerem dleteoro, einige Auslegung in2. Schrifft; ſondern werden vielmehr bey dem Propheten Jerem. X.mebtwarnet daß wir uns nicht für den Zeichen des Him-dels foͤrchten ſollen/ wie die Heyden. Und da die Forcht fürhet Zeichen des Himmels daſelbſt die Weiſe der Heyden genen-

babe ſo wird die Deutung derſelben fuͤr einen Heydniſchen Aber-en

en erklaͤret/ ja 2. Reg. XXI. 2. 6. unter die Greuel der Hey-

leich gerechnet/ die dem Herzen übel gefallen. Man kan die Urſachegaht begreifen warum ſie G Ott ubel gefallen muß: denn dergleichender en ſind der Weisheit GOttes unanſtaͤndig/ und ihre Deutungi Hochachtung des Goͤttlichen Wortes zuwider. Es iſt uns in derla ſbrifft bereits genug geſagt/ was vor Ungluͤck GOtt wolle kommenden wenn die Menſchen in ihrer Bosheit und Ruchloßigkeit wer-gel ſſcher werden. Wir haben auch in der Christenheit keinen Man-mg an Lehreren/ die uns dieſen Rath GOttes eroͤffnen. Und wenn19 don der Gefaͤhrligkeit der Zeiten hoͤret/ hat man Denkzedels ge-öder uns GOttes Rath wider die Sünder ins Gedächeniß brin-ben kan und uns erwecken/ daß wir darauf acht haben. Und glſoles pet es kein Zeichen im Himmel welches uns die Gerichte GOk-der derküindiget /oder darauf acht zu haben aufmuntert. Ja ich binnie einung Chriſti Luc. XVI. 31. Wer Moſen und die Propheten80 höret/ der wird auch nicht glauben /ob ſich ein zumal natürlichesgig hen in der Lufft ſehen lieſſe/ welches in der That vielweniger iſt/ic wenn einer(welches CHriſtus dem Worte Gottes entgegenfa bon den Todten auferſtuhnde. Es wäre demnach der Weis-0 Gottes unanſtäͤndig/ wenn wir ſetzen wolten/ daß Er etwas uber-iges thaͤte/ und das Zeichen in* Lufft entweder zu e