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Relative Bevölkerung. Der Boden der Schweiz ist sehrungleich bewohnt. Würde man Gebirge, Eis- und Schneefelder undSeen als bewohntes Land annehmen, so lebten durchschnittlich aufder geogr. Quadratmeile 3378 Menschen, also mehr wie in Baiern ,wo nur 3286 und wie in Oestreich, wo nur 3251 Einwohner aufdie geogr. Quadratmeile kommen. Dagegen übersteigen Frankreich mit3697, Deutschland überhaupt mit 3700, Baden mit 4872 undWürtemberg mit 4892 Köpfen durchschnittlicher Bevölkerung pergeogr. Quadratmeile diejenige der Schweiz schon deßhalb, weil dieseLänder wenig Gebirge und Seen haben.
Abstammung. Kaum ein anderes Land in Europa umschließtbei ebenso geringer Ausdehnung so viele Völkerschaften verschiedenerAbstammung wie die Schweiz . Wenn wir aber von den einandernäher stehenden stammverwandten Verzweigungen absehen, so läßtsich die ganze Bevölkerung nach Sprache, Körperbau, Farbe derHaare und der Augen rc. aus drei Hauptstämme zurückführen:
1. Der romanische Stamm, er füllt den Kanton Tessin , dengrößten Theil Graubündens und die westliche Schweiz .
2. Der allemannische Stamm in dernördlichen, östlichen undinnern Schweiz .
3. Der burgundische Stamm, westlich von der Reuß, beson-ders in den Kantonen Freiburg, Bern, Solothurn , dem LuzernerEntlebuch, dann im Oberwallis und Ursernthal.
Sprache. Die 5 innern Kantone, die 3 östlichen, die 5 nörd-lichen und von den westlichen, der Kanton Solothurn reden deutsch ;ebenso der größte Theil des Kantons Bern , ein beträchtlicher Theilvon Graubünden, Wallis und Freiburg , einige Gemeinden im KantonWaadt und die Gemeinde Bosco im Kanton Tessin , zusammen1,825,000 Seelen.
Nur französisch wird gesprochen in den Kantonen Genf undNeuenburg, so auch im größten Theile von Waadt und einem Theileder Kantone Freiburg und Wallis und im Juragebiete des KantonsBern . Diese Gegenden zählen 520,400 Seelen.
Das Italienische ist die Landessprache im Kanton Tessin , ineinigen Thälern des Kantons Graubünden und einigen Dörfern desKantons Wallis , mit 142,500 Seelen.