II. Petrographische Geologie.
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brennt er bei starkem Luftzuge, teils mit schwacher, teils ohne Flamme,ohne Geruch und ohne Rauch und ohne zu schmelzen. Er giebt einenschwarzen Strich und ist das härteste der Kohlengesteine, geht jedoch häufigdurch Abnahme seines Gehaltes an Kohlenstoff und Aufnahme von Bitumenin Steinkohle über.
Der Anthracit tritt zum Teil in selbständigen ausgedehnten Flötzen auf(z. B. im östlichen Pennsylvania ), oder er bildet gemeinsam mit Steinkohleund Braunkohle Plötze, aus denen er lokal durch Umwandlung hervor-gegangen ist (z. B. in Süd-Wales , am Meißner), endlich kommt er in Nesternvon beschränkteren Dimensionen vor (z. B. in den Graptolithenschiefernder Grafschaft Cork in Südschottland und bei Lischwitz unweit Gera imVoigtlande).
In folgender Tabelle sind die hauptsächlichsten Unterscheidungsmerk-male der beschriebenen Kohlengesteine übersichtlich zusammengestellt.
Kohlengestein
Kohlenstolf-
gehalt
Härte
2
V
3
N
tt
A
m
V
'E
OS
Erwärmte Kali-lauge wird
t.
et
Jä
G
fi
®
ii
Erscheinungen beim Verbrennen
-»
Braunkohle.
55—75
2
0,5—1,5
1,2-1,5
1,4—1,7
braun
tief-
braun
leicht
nicht
schmel-
zend
rußende
Flamme
stark
rau-
chend
stark
rau-
chend
brenz-
lich
stin-
kend
Steinkohle .
75— 90
braun-
schwarz
grau-
schwarz
nicht
oder
hell-
gelblich
braun
gar
nicht
gefärbt
z. Teilleicht
nur beistarkemLuft-zuge
z. Teilschmel-zend,z. Teilsinternd
helle
Flamme
teils
schwa-
che,
teils garkeineFlamme
aroma-tischbitumi-nös rie-chend
ohne
Geruch
j Anthracit. .
über 90
2—2,5
nicht
schmel-
zend
gar
nicht
rau-
chend
2ö. Graphit.
Das Graphitgestein ist ein grobschuppiges bis feinschuppiges oder fastdichtes, zum Teil erdiges, eisenschwarzes, metallglänzendes Aggregat vonGraphit. Es ist fettig anzufühlen, weich und abfärbend. Der Normal-bestand des Graphitgesteines sollte reiner Kohlenstoffsein, es kommt jedochin der Natur nur verunreinigt und zwar mit Beimengungen von Kieselsäure,Kalkerde, Thonerde und Eisenoxyd vor. Gewöhnlich tritt dieses Gesteinals Graphitschiefer auf, welcher zum Teil außerordentlich regelmäßige,flötzartige, zum Teil sehr mächtige, aber auch kleinere nesterförmige Ein-lagerungen zwischen Gneiß und Glimmerschiefer bildet. So zwischen Gneißund krystallinischem Kalksteine bei Krumau in Böhmen , bei Wunsiedel imFichtelgebirge , zwischen Gneiß in der Umgegend von Passau und an an-deren zahlreichen Lokalitäten der Gneiß- und Glimmerschiefergebiete von