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Elemente der Geologie / Hermann Credner
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VI. Historische Geologie .

3. Unterer Kimmeridge, Astartien, = o und y Quenst. = Söquanien superieur Frank­ reichs

.

Nerineenschichten und Zone der Terebratula humeralis Rom.,außerdem u. a. Terebr. bicanaliculata Ziet., Rhynchonella pinguis Rom., Xatica glo-bosa Rom., Xerinea tuberculosa Rom., Xer. reticulata Crd., Ostrea multiformis Dkr.,Cyprina nuculaeformis Röm., Schildkröten, Saurier, Fische.

4. Mittlerer Kimmeridge = e Quenst.

Schichten des Pteroceras 0ceani, oolithischer und dichter Kalkstein, bis13 m mächtig mit Terebr. subsella, Exogyra bruntrutana, Exog. virgula, Gervillia tetra-gona, Corbis decussata, Nerinea pyramidalis, Xer. Gosae, Xer. bruntrutana, PterocerasOceani.

5. Oberer Kimmeridge = £ Quenst.

Schichten der Exogyra virgula, dichte und oolithische Kalksteine, mitKalkmergeln und Kalkthonen wechsellagernd, mit Exogyra virgula, Cyprina SaussureiPholadomya multicostata, Trigonia suprajurensis, Trig. verrucosa, Terebr. subsella,aufgeschlossen z. B. bei Lauenstein am Ith , Kappenberg am Deister , Sülfeld , Porta,Kette des Wesergebirges, Limmer.

6. Portland .

a) Schichten des Animonites gigas, hellgelbliche oolithische Kalke und.Mergelthone mit Amin , gigas, Corbula inflexa u. a.

b) E i m b ec k us er Platten kalk, dünngeschichteter Kalkstein, unten mitLagen von Kalkmergel, 100 m mächtig, mit Corbula inllexa, Corbula alata, Turritellaminuta.

7. Purbeck.

a; Münder-Mergel, rote und grünliche Mergel mit Dolomit und Gyps, über300 m mächtig; mit Corbula, Paludina und Cyclas.

b; Serpulit, Kalkstein mit Schieferthonen wechselnd, bis 50 m mächtig, vollSerpula coacervata. Die Glieder des Purbeck sind namentlich am Süntel, am Ith , ander Porta und bei preuß. Oldendorf, aber auch im Vororte Linden bei Hannover auf-geschlossen.

Das Tithon. Unter den: Namen tithonische Etage wurden vonOppel*) eine Reihe von Ablagerungen zusammengefaßt, welche in denAlpen und Karpathen zwischen der Jura- und Kreideforinationauflreten, die Grenze zwischen diesen beiden überbrücken und so vielepaläontologische Eigentümlichkeiten darbieten, daß sie sich mit außer-alpinen Ablagerungen kaum parallelisieren lassen.

Die Unterlage des Tithons wird gebildet von der Zone des Am-monites (Aspidoceras) acanthicus (= Zone des Amm. tenuilobatus= weißer Jura ö), welche sich mit gleichbleibendem Charakter vom öst-lichen Siebenbürgen und der Tatra bis Sicilien und Algier verfolgen läßtund sich durch eine reiche Ammonitenfauna (namentlich Perisphinctes undAspidoceras) auszeichnet**).

Das auf sie folgende Tithon zerfällt in 2 Stufen:

*) Zeitschr. d. Deutsch , geol. Gesellsch. 1865. S. 535.

**) Benecke. Trias u. Jura in den Südalpen. München 1866. Xeumayr.Abhandl. d. k. k. geol. Reichsanst. 1876. S. 129. 137; 1877. S. 110.