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Es scheint, daß alles Gold, welches schon in sehr frühen Zei-ten durch den Handel am rothen Meere aus Arabien nachKleinasien gebracht ward, und lange zu der Meinung Anlaßgab, als ob Arabien selbst dies Gold hervorbringe, durch dieCaravanen über Abissinien aus dem Inneren von Afrika ge-bracht worden sey. Durch Bruoe und Browne ist es er-wiesen, daß Sennaar, im Süden von Nubien , kein Gold be-sitzt, sondern daß dasselbe noch weiter südlich, aus Abissinien,und zwar von der Terrasse von Fazuelo (Fazoglo) gebrachtwerde. Die neueren Aufschlüsse welche Cailliaud (Vo^nAv» ÄIerc>6, aii ilenvo-bl»»«! »n-llvln ilo baro^I. kruis 1826) überdiese Terrasse gegeben hat, zeigen jedoch, daß auf der Terrassevon Fazuelo zwar Gold-, als Seifen- und Flußgold gewon-nen wird, aber bei weitem nicht in der Menge, welche manerwarten mußte. Es ist daher sehr wahrscheinlich, daß daseigentliche Goldland noch weiter südlich in dem Äthiopischen Hochlande angetroffen werben wird. Der unbedeutende OrtFazoglo, sagt Cailliaud, nach welchem die Provinz den Na-men trägt, liegt am Fuße eines Granitgebirges, in welchemaber auch Gesteine aus Hornblende und Feldspath zusammen-gesetzt, vorkommen. Auf einem Plateau des Obeh-Gebirgesbefinden sich Wohnungen von Eingebornen, welche Quama-myl genannt werden, und welche der Ccntralpunkt der gleich-namigen Provinz zu seyn scheinen, die, von dem Toumat be-wässert, etwa 2 Tagereisen in der Ausdehnung, in dem Rufesteht, daß sie vorzüglich reich an Gold sey. Das Terrain die-ses Plateau ist ein sandiger, mit Geröllen erfüllter, und durch-aus mit Eisenoxyd durchdrungener Letten. Wo aber in die-sem Letten (durch 3 Meter weite und 4—6 Meter tiefe Duk-keln) auf Gold gebaut wird, da hat der Thon eine grünlicheFarbe, und der Sand ist nicht eisenschüssig. Das Land liegtunter demselben Grade der Breite, wie Brasilien , und dasGold findet sich in jenem aufgeschwemmten Gebirge, welches