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Dritter Band.
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Roste engerer Essen bedürfen, auch ist der Grund leicht ein-zusehen, warum bei zu engen Essen für große Roste, und beizu weiten Essen für kleine Roste niemals der Grad der Hitzeim Flammenofen erzeugt werden kann, welcher sich, bei einemangemessenen Verhältniß beider Flächen, durch das Brennma-terial hervorbringen läßt; allein die Weite des Essenschachtesfür eine gegebene Rostfläche und für einen bestimmten Gradder Temperatur der im Flammenofen hervorgebracht werdensoll, festzustellen; dazu reichen unsere Erfahrungen nicht hin.Es ist indeß immer sicherer, wenigstens bei Oefen, in wel-chen eine starke Hitze erzeugt werden soll, sich der zu wei-ten, als der zu engen Essen zu bedienen, und durch die Fuchs-öffnung die Größe der Ausströmöffnung zu bestimmen. Auchbei den kleinsten Flammenöfen nimmt man die Esse nicht klei-ner als 12 Zoll im Quadrat, weil sich bei geringeren Dimen-sionen der Kernschacht, oder das Futter nicht auswechseln läßt.Größere Oefen, in welchen eine starke Hitze hervorgebrachtwerden soll, erfordern Essen von 2030 Zoll im Quadrat.Eine größere Weite als die von 30 Zoll im Quadrat scheintniemals erforderlich zu seyn.

Eine größere Höhe der Esse wird dagegen immer dazubeitragen, den Zug des Ofens zu verstärken, weil der Druckder Atmosphäre bekanntlich mit der größeren Höhe abnimmt,folglich eine mit der Höhe der Esse im Verhältniß stehendeleichtere Luftsäule auf die Essenmündung drückt, und von derLuftsäule in dem Niveau der Nostfläche zu überwinden bleibt.Ganz überflüssig würde nur diejenige Höhe der Esse seyn, inwelcher sich die im Essenschacht befindliche Luftsäule schon biszur Temperatur der äußeren Luft abgekühlt hätte. So hoheEssen werden aber schwerlich jemals aufgeführt werden. Einehöhere Esse wird folglich unter allen Umständen einer niedri-geren vorzuziehen seyn. Weil die höheren Essen aber bedeu-tend größere Anlagekosten als die niedrigeren erfordern; so be-