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schränkt man sich gerne auf geringere Höhen und richtet sichnach der Größe der Temperatur, welche der Arbeitsraum desFlammenofens erhalten muß. Essen von 80 Fuß Höhe sinddie höchsten, welche man bis jetzt angewendet hat. Für ge-ringere Grade der Hitze macht man sie wohl nur 20—25Fuß hoch, obgleich die niedrigeren Essen unter allen Verhält-nissen dazu beitragen werden, das Brennmaterial mit einemgeringeren Vortheil zu benutzen.
Das Resultat der bis jetzt angestellten Betrachtungen be-steht darin, daß diejenigen Flammenöfen die vortheilhastesteBenutzung des Brennmaterials gestatten, in welchen der fürden jedesmaligen Zweck erforderliche Grad der Temperatur,durch ein Verhältniß der Rostfläche zur Heerd-fläche, und durch eine mit der Rostfläche im Ver-hältniß stehende Höhe und Weite der Essen, er-zeugt werden kann, bei welchen der Ofen das Maximum derWirkung, nämlich das Maximum der Temperatur, welche sichüberhaupt in dem Ofen hervorbringen läßt, noch nicht erreichthat. Nur bei einem solchen Verhältniß wird es möglich seyn,die Flamme länger im Arbeitsraum zurück zu halten, ohne siedurch die nachfolgenden, stärker erhitzten Luftschichten zu schnellersetzen zu müssen, oder dem Ofen einen starken Zug gebenzu dürfen. Deshalb werden auch diejenigen Flammenöfen dengeringsten Verbrauch an Brennmaterial veranlassen, bei wel-chen zwar alle Bedingungen zur Hervorbringung eines star-ken Zuges vorhanden sind, ohne jedoch von demselben bis zudem Grade Gebrauch machen zu dürfen, daß nur durch dieVerstärkung des Zuges bis zu dessen Maximum, der erforder-liche Grad der Temperatur in dem Arbeitsraum des Flam-menofens hervorgebracht wird. — Bei einem bestimmten Ver-hältniß der Rostfläche zu der Fläche des Heerdes, und bei ei-nem bestimmten Brennmaterial, wird es ein Maximum derLeistung des Ofens, nämlich ein Maximum der darin hervor-