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Alsdann breitet man das zum Verschmelzen bestimmte Erzu. s. st, — welches entweder im Ganzen abgewogen wordenist, oder dessen Quantität man ebenfalls nur dem Maaße nach(wie noch häufig bei den Eisenerzey) bestimmt, — auf einerEbene (Schichtboden, Befchickungsboden u. s. st) zu einerSchicht von einer gewissen Höhe aus, und bedeckt diese Schichtganz gleichmäßig stark mit einer Schicht von dem anzuwen-denden Zusatz, deren oft mehr als einer seyn können. Ge-wöhnlich bilden indeß die Zusätze die Unterlage für das Erz.Von diesem geschichteten Gemenge, oder von dem beschicktenErz wird mit senkrecht geführten Schauselstichen jedesmal soviel, dem Maaß nach, weggenommen, als zu einem Einsatzangewendet werden soll. Wenn die Schichten ganz horizon-tal und in gleicher Stärke ausgebreitet sind, so wird sich dasVerhältniß des Erzes zu den Zusätzen für die verschiedenenSchauselstiche ziemlich gleich bleiben.
Die Zusätze selbst erhalten die allgemeine Benennung;Zuschläge, auch nennt man sie wohl Flüsse, letzteres je-doch nur in dem speciellen, obgleich am häufigsten vorkom-menden Fall, wenn sie keinen anderen Zweck zu erfüllen ha-ben, als die Schmelzbarkeit des Erzes zu befördern. VieleZuschläge dienen zwar auch als Flüsse, man nennt 'sie abernicht so, weil man ihnen gelegentlich noch einen Theil ihresMetallgehaltes beim Schmelzen entziehen will, Dahin gehö-ren alle Schlacken, welche von einer der vorhergehenden Arbei-ten gefallen sind, und welche zwar als Flüsse wirken, abernur alsdann so genannt werden, wenn es nicht die Absichtist, einen Metallgehalt aus ihnen zu gewinnen.
Man unterscheidet beschicken und gattirey. Unter Gat-tiren versteht man ein Vermengen von Erzen, aus welchenzwar ein und dasselbe Metall gewonnen werden soll, welcheaber, sey es in Hinsicht ihres Metallgehaltes, oder iy Hinsichtauf die Gebirgsarten in welchen das Erz vorkommt, oder in