KIWYÄXDE GEREN die THEORIE der GENIALITÄT. 3
Pseudo-Genialität, wie man sie in der Psychose undden mcdiumistischen Erscheinungen findet.
Diese Arbeiten und neue Mittheilungen überpsychische Anomalien bei Michel Angei.o, Campaneli.a,CoLEKinoE, GioRriAxo Bruno, Manzoni, Leopardi , Balzac Wagner , Dante, Gautier, Zola, Sgambari, Sbarbakoübergebe ich hiermit dem deutschen Publikum.
Eine solche P'i'ille von Untersuchungen musste michschliesslich meinem Ziel der Erklärung des Wesensder Genies näher bringen. Zu dieser Hoffnung er-muthigt mich ausser der Entdeckung neuer Degene-rationszeichen auch die geringe Stichhaltigkeit derneuerdings über das Wesen des Genies aufgestelltenI heorien.
So hat man mir entgegengchalten, »dass dasGenie den Höhepunkt kräftiger und wohl cquilibrirtergeistiger Entwickelung darstellen müsse, dass dieGenialität Ueberlegenheit, Vollendung, Ueberent-"icklung der menschlichen Kräfte bedeute, dass inihr eine ausserordentliche Differenzirung gewissergeistiger Fähigkeiten stattfände, dass die Abweichungv om Durchschnittstypus nach oben nicht immer eineAtypic oder eine Entwicklungshemmung, wie dieDegenerationslehre sie verlange, bedeute, sonderneinen höheren Grad der Humanisation, und dassman deshalb gerade auf das Gegcntheil meinerIheorien schliessen müsse«.
Das sind Ausbrüche des »gesunden Menschen-verstandes« ; seine Vertreter glauben oder stellensich, als wüssten sie nicht, dass derartige Problemesich nicht aprioristisch lösen lassen, von irgend eineringeniösen Prämisse aus, nach Art der alten Meta-physik , sondern dass auch hier die Thatsachen alsUnterlage dienen müssen. Wenn uns nun einmalThatsachen die Existenz eines mangelnden Gleich-gewichts, einer partiellen Entwicklungshemmung aufder einen Seite zeigen, denen andrerseits compen-