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weit verbreitet. Daneben zeigt sich ein stimulirenderEinfluss der Rassenkreuzung, so dass man die auf-fällig grosse Zahl grosser wissenschaftlicher Revolu-tionäre (Cuvier , Proudhon , Fourier) der Franche- Comte wohl zurückführen kann auf die bedeutendeBeimischung germanischen Bluts zu ihrer Urbevölke-rung. Der Schweiz brachte die beständige Einwan-derung religiöser und politischer Freiheitsmärtyrereine Quelle der Genialität, der z. B. Rousseau ent-sprungen ist; ebenso erklärt die gegen Ende des Mittel-alters stattfindende Vermischung germanischen Blutsmit slawischem die schnelle, wenn auch kurze Entwick-lung einer glänzenden Cultur der Renaissance in Polen .
Einer der wesentlichsten biologischen Factorender Genialität ist die Erblichkeit. Bekannt sind dieMusikerfamilien Palestrina , Düssek, Bach, die Malcr-lämilicn Tizian, Caracci, die an hochbegabten Männernder verschiedensten Richtung reiche Familie Brentano .Neben der Erblichkeit der genialen Begabung findetsich aber auch eine bedeutende Zahl degenerirterIndividuen in den Familien genialer Männer. Peter der Grosse hatte einen geisteskranken, trunksüchtigenSohn, Riuielieu’s Schwester glaubte, einen gläsernenRücken zu haben, die Schwester Hegei.’s glaubte, inein Briefcouvert verwandelt zu sein, die SchwesterNicolini’s hielt sich für verdammt wegen der Ketzereiihres Bruders und versuchte mehrmals, ihn zu ver-wunden.
Der bizarre Auessandro Tassoni schrieb in seinenPensieri dirersi einen Essay unter dem merkwürdigenTitel: »Woher es kommt, dass von Vätern von vielemGeist tölpelhafte Söhne erzeugt werden, und vontölpelhaften Vätern Sühne von vielem Geist«.Unter dem ersteren nennt er die Söhne von AfricanusMajor, Antonius und Cicero , ferner Posthumus, denSohn des Agruta, Claudius den Sohn des Drusus,Commodus , Sohn des Marcus Antonius , Lamprocles,