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Kirche wurde ungefähr 100 Schritt weit von Arci-dosso gewählt, gerade an der Stelle, wo Lazzarettispäter von den Kugeln der Soldaten niedergestrecktwerden sollte.
Zu Tausenden und aber Tausenden strömten dieGläubigen zu diesem frommen Werke herbei, Männer,Weiber, Kinder, alles half Ziegel, Balken, Holz undSteine schleppen. Aber leider hat die Architecturwie die Grammatik ihre Gesetze, ohne deren Kennt-niss selbst der grösste Prophet weder dichten nochbauen kann. Deswegen hinkten Lazzarktti’s Verseimmer und deshalb blieben auch bei diesem neuenUnternehmen alle Bemühungen fruchtlos; das müh-sam zusammengetragene Baumaterial häufte sichnutzlos an, ähnlich wie beim Thurme von Babel, derbis an den Himmel reichen sollte und statt dessenimmer ein unförmlicher Steinhaufen blieb.
Im Januar 1870 gründete Lazzaretti die »Gesell-schaft des heiligen Bundes«, die er ein Symbol derLicbe nannte, und die ein Verein zu gegenseitigerUnterstützung sein sollte. Im März 1870 begab ersich, nachdem er seine Anhänger noch einmal beieinem apostolischen Mahl versammelt hatte, in derBegleitung von Rafael und Guseite Vichi nach derInsel Monte Cristo, wo er sich mehrere Monate hin-durch aufhielt und Epistel, Prophezeiungen undPredigten schrieb. Nach Montelabro zurückgekehrt,schrieb er die Visionen und prophetischen Inspirationen,die er dort gehabt hatte, nieder, und wurde hier(27. April 1870) als Hochverräther verhaftet. Kaumfreigesprochen, gründete er eine neue Vereinigung, derer den Namen »Christliche Familie« gab. In diesemUnternehmen wollten seine Widersacher nichts alseine Kette von Betrügereien sehen, er wurde darauf-hin von neuem verhaftet, und erst nach 7 monat-licher Haft auf Grund der energischen Vertheidigungdes Advocaten Salvi freigesprochen.