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zusammen im Scliatzungswerthe von 594,000 Fran-ken. — Wie viel ihm nun an jene 12,000 Guldenvon Bleron wirklich bezahlt worden ist, findet sichnicht angegeben, vielleicht Avard auch die Sachewieder rückgängig oder dieser Titel bloss ausge-stellt, um zum Verkauf ausgeboten werden zu kön-nen, denn am 16. April 1794 liess Montvallat bei demNotar Nierstrass in Mastricht eine Vollmacht für seineneigenen Bevollmächtigten, den Chevalier Saunhac deVillelongue, ausstellen, um in Lüttich ein Darlehenvon acht- bis sechszehntausend Gulden gegen Ver-pfändung seiner Besitzungen aufzunehmen. Es scheintnicht, dass dieses Geschäft zu Stande gekommen sei.Diejenigen Kapitalisten, Avelche aus Eifer für dieSache des Königthums und aus Mitleid für die un-glücklichen Vertheidiger desselben sich gedrungenfühlten, ihnen mittelst Darlehen zu helfen, waren ingeringer Zahl zu finden. In England, wo die Theil-nahme für die Emigranten, besonders unter der vor-nehmen Welt eine sehr lebhafte war, flössen ihnenbedeutende Summen als Unterstützung oder als Al-mosen zu, aber auf Anleihen wollte man sich nichteinlassen. Der Bischof von Rodez , Colbert, welcher(nach dem Zeugnisse der Frau von Stael-Hol-stein) vor dem Ausbruche der Revolution zur Ver-besserung der Landeszustände thätig mitgewirkt unddessen vortrefflicher Charakter in London die ver-diente Anerkennung gefunden hatte, schrieb an Mont-vallat am 23. September 1794: „Die Engländer geben„öfter; aber beinahe nie leihen sie aus für anderes