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Briefwechsel des Grafen Montvallat oder Erinnerungen an die französische Emigration von 1792 bis 1797 / herausgegeben von W* M* [Wilhelm Meyer]
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„als Handelsspekulationen, und auf unfehlbare Unter-stände.“ — Aehnliches hatte schon früher ebenfallsaus England der Bischof von Lyon dem Marquisd’Espinay geschrieben. Der Bischof hatte für dieEmigranten auf Jersey ein Darleihen von zwei-tausend Guineen gesucht, mehr als sechshundertBriefe an vornehme und reiche Leute geschriebenund sich verpflichtet, für mehr als zwölf MillionenFranken Liegenschaften in Frankreich zu verpfänden.Er hatte nichts erlangt, ausser dass ihm im Ganzenetwa sechstausend Franken als Unterstützung zuge-stellt wurden. So wenig erwartete man in Englandschon damals, dass in Frankreich die alte Ordnungder Dinge wieder eintreten könnte; einige mochtenauch in die französische Rechtlichkeit nicht ein un-bedingtes Vertrauen setzen. Die Verlegenheit derEmigranten wurde immer grösser, und als es einemGrafen Granville gelang, bei einem Juden in Aachen auf Hypotheken in der Bretagne ein Capital zu fünf-zig Prozent zu erlangen, wandten sich sogleich auchandere Emigranten diesem Juden zu. Auch nach derSchweiz richteten einige ihre Blicke, und wirklichscheinen einige Schweizerbanquiers und Spekulantenzu ihrem grossen Schaden auf solche Geschäfte ein-getreten zu sein. Weniger gelang es, die Schweizer mit falschen Assignaten zu betrügen.

Das unter dem Namen Assignaten bekannte fran-zösische Papiergeld war bereits zu Anfang des Jahres1793 auf die Hälfte seines Nennwerths herabgesun-ken , als in England ein Unternehmen gegründet