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Briefwechsel des Grafen Montvallat oder Erinnerungen an die französische Emigration von 1792 bis 1797 / herausgegeben von W* M* [Wilhelm Meyer]
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sehen. Zwar liess er ihm einen dreimonatlichen Wech-sel zurück, allein man fand doch gerathen, an dieMutter des jungen Herrn zu schreiben, denn diePension Gabler, in welcher auch Montvallat undGaudechart gewesen waren, war eine geachtete undman wollte dem Kosthalter doch wenigstens den gutenWillen der Landsleute des Schädigers an den Tag gehen.

Ein Industriezweig, welchem sich viele Emigrantenum so eher hingaben, als sie ihm schon in ihrenguten Tagen ihre Zeit und ihre Denkkraft gewidmethatten, war das Spiel. Das sollte sie aus der Geld-verlegenheit reissen. Am 22. November 1794 über-sendet de Semeuze aus Arnheim seinem FreundeMontvallat nach Zütphen vier Gulden, die er ihmschuldig gewesen, mit der Erläuterung, er habe sieim Spiel gewonnen. Leider habe er sich mit einemkleinen Gewinn begnügt und nicht mehr gewagt,sonst könnte er ihm nun seinerseits ein Anleihenanbieten. De Semeuze war beim englischen Com-missariat angestellt mit 4 Schilling täglicher Besol-dung und einer Pferderation. Ein dem Spiel fröh-nender Kriegscommissair ist ein gefährlich Ding.

Am härtesten trafen die Folgen der Auswanderungbejahrte Offiziere, welche die Anstrengungen derMärsche und Lager nicht mehr auszuhalten ver-mochten und wegen ihrer körperlichen Leiden denDienst aufgeben mussten. Wie sollten sie sich er-halten, da ihnen keine Pension zukam! Der Vicomtedu Puymontbrun, Oberst von der Infanterie, welchersich im Jänner 1796 zu Sursee im Canton Luzern

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