( 59) 50
heiffen, seine Hoffleut und Kutschen, lieffeDieselben in seinen Pallast au fauxbourg St.Germain begleiten, allwo Er Sie bey demEingang des auffern Zimmers empfangen,in ein Nebentsaal geführt, und nach beyder-seits verrichten Complimenten, mit Erbiestung alles günstigen und geneigten Willens,zuruckgehen lassen. Ein gleiches ist bey dessenHerren Sohn, Henrico Iulio de Bourbon,Duc d'Anguien, in selbigem Pallast gesschehen.
Mittwochen den 14, dito haben sie beyHerrn Marechal de Grammont, vor diesemComte de Guiche genannt, einem liebreichen in Teutschland und Hispanien wol besFandten Herrn, eine stattliche Mahlzeit genosssen, darbey Herr de Lyonne sich befunden,und samt Herrn Burgermeister Wasern obenan: Herr Gramont aber neben Herren dela Barde, so auch darben war, ungefehr inmitten der Taffel gesessen, und durch seinHoldseligkeit die geladene Gást nicht wenigerals die Spielleut, auch zu mehrer Bezeugung seines der Schwenkerischen Nation jeDerzeit getragenen besten Willens nach vollen-Deter Mahlzeit mit einem kurzweiligen SchausSpiel, durch einen berühmten ComediantNamens Moliere fürgestellt, und letstlich mitkunstreichen Feuer- Werck nächst ausserhalbseinem Pallast sehr erlustiget, und mit großfer Satisfaction abgefertiget.
Herr