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Parisische Reyss, Handlung und Bünde-Schwür das ist: wahrhafftige Erzehlung was sich in der zwischen dem Aller-Christlichen König zu Franckreich und Navarra Ludovico XIV. an einem so denne den XIII und V zugewandten Orten hochlöblicher Eydgnossschaft, im Jahr 1663 zu Pariss verpflogenen Bundes-Erneuerung zugetragen / geschrieben durch Johann Georg Wagner
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feste fich anfangs auf ein klein weißgraues,bald darnach auf ein ifabell- und dunckel gelsbes Pferd, dergleichen weder die alt Rómissche Kayser noch anderer Nation in den Gesschichten berühmte Kriegs- Helden, oder dochnicht muthig und schöner bestigen, ware miteinem blau farben nach der heutigen Modemit Gold und Silber überall gestickten Küttel angethan, hatte einen schwarzen Huthmit einem auf Franzosisch ponceau genannt,schier feuer farben so grossen Feder Busch aufSeinem Königlichen Haupt, daß man Ihne vor allen andern, auch in dem weiten Feldsehen und erkennen möchte: Stelite selbst dieVolcker von einer Trupp zu der andern untergewaltigem Trompeten- Schall, Heerpaucken,und Trommenstreich, 2c. in diese folgendeOrdnung Auf der ersten Linien waren 3.Französische und 3. Schwenzerische Häuffen;allerseits mit schon fliegenden Fahnen in dieSchlacht. Ordnung gestellt, und vor denselben ihre Obriste, Haupt- Leuth und Officisrer, in prachtiger Kleidung, ansehenlichenFeder Buschen, und recht SoldatischemAuffzug; Auf der rechten Seithen der erften Linien waren zu Pferdt die groffen Mouf-quetirer deß Königs, les grands Moufquetai-res du Roy, auf der lincken die kleinen Mouf-quetirer deß Königs, les petits Moufquetai-res du Roy genannt; Auf der rechten Seisthen der andern Linien sassen zu Pferdt lesGardes du Corps, die Leib: Guardi deß

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Königs,