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Erster Band.
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Neunzehntes Kapitel.

Diese wichtigen mit einander bestehenden Verhältnisse sind, wieLaplace richtig bemerkt, eines der schönsten Beispiele von jenernothwendigen Uebereinstimmung zwischen dem Abstrakten undKonkreten, von denen die mathematische Philosophie bereits soviele bewundernswerthe Bestätigungen geboten hat.

Neunzehntes Kapitel.

Philosophische Betrachtungen über das Ganze derastronomischen Wissenschaft.

Die Astronomie ist bis jetzt die einzige Wissenschaft, in wel-cher der menschliche Geist sich endlich von jedem theologischenund metaphysischen direkten oder indirekten Einfluss befreit hat. Mankann deshalb deren philosophischen Charakter klar und deutlichdarlegen. Um sich eine Vorstellung von dieser Wissenschaft zumachen, muss man das Feld der positiven Kenntnisse umschreiben,welche man in Bezug auf die Gestirne erlangen kann.

Der Gesichtssinn ist der einzige, mit welchem man die himm-lischen Körper wahrnehmen kann. Es giebt für blinde Geschöpfekeine Astronomie, wenn sie auch noch so verständig sind. Selbstuns entgehen die dunkeln Sterne, welche vielleicht die zahlreichstensind, und deren Dasein kann höchstens auf induktivem Wege ver-muthet werden. Jede Untersuchung, welche nicht auf einfacheBeobachtungen durch den Gesichtssinn gestützt werden kann, istin Bezug auf die Gestirne uns untersagt. Unsere sicheren Kennt-nisse sind deshalb hier lediglich auf deren geometrische und mecha-nische Erscheinungen beschränkt.

Es wäre voreilig, wollte man in jedweder Wissenschaft eineGrenze für die Ausdehnung ihrer Erkenntniss ziehen; diese würde baldzu weit, bald zu eng sein; allein nothwendig müssen allgemeine Gren-zen gezogen werden, damit der menschliche Geist nicht sich verirre.Jede astronomische Frage, welche nicht mehr oder weniger ge-