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Zwanzigstes Kapitel.
beziehen sich auf (len Standpunkt des Beobachters und erfordernkeine tiefere Kenntnis« der astronomischen Erscheinungen; es sinddies die Strahlenbrechung und die gewöhnliche Parallaxe. Dieanderen haben denselben Ursprung, weil sie von der Be-wegung des Planeten kommen, auf welchem der Beobachter sichbefindet; allein sie stützen sich auf die Entwickelung der haupt-sächlichsten Lehren der Astronomie und bestehen in der jährlichenParallaxe, in der Vorrückung der Tag- und Nacht-Gleichen, in derAbirrung und der Nutation.
Ich nehme zuerst die Lehre von der astronomischen Strahlen-brechung in Betracht. Das Licht, welches von einem Gestirn zuuns kommt, wird durch die Wirkung der irdischen Atmosphäreabgeleitet. Nach dem Gesetz dieser Abirrung wird das Gestirndem Zenith genähert, bleibt aber in der gleichen senkrechtenEbene, und diese Wirkung, welche im Zenith selbst gleich Nullist, steigt mit der Annäherung des Gestirns zum Horizont. Ameinfachsten offenbart sich diese Veränderung, wenn man für dieHöhe des Poles irgendwie die Mitte zwischen den beiden Höheneines um den Pol sich drehenden Gestirns zur Zeit nimmt, wo esdie Mittagslinie passirt. Diese mittlere Höhe müsste für jeden be-liebigen Stern dieselbe bleiben, sie wird aber um so grösser, jemehr das Gestirn sich dem Horizont nähert, und dies ergiebt deut-lich den Einfluss der Strahlenbrechung. Diese Störung erstrecktsich auf alle anderen Messungen, mit Ausnahme der Azhnuthe,welche allein unverändert bleiben. Dadurch, dass das Gestirn inseiner vertikalen Ebene erhöht wird, erleidet sein Abstand vomPol, der Augenblick seines Durchganges durch den Meridian, dieStunde seines Aufganges und Unterganges u. s. w., Veränderungen, dieman leicht berechnen könnte, wenn die Hauptwirkung bekanntwäre. Die Aufgabe ist also die, das Gesetz aufzufinden, nachwelchem die Strahlenbrechung die Abstände vom Zenith vermindert;in diesem Punkt liegt das grosse Problem der astronomischenStrahlenbrechungen.
Man kann dessen Lösung auf zwei entgegengesetzten Wegensuchen; auf einem rationellen und einem empirischen, welche beidedie Astronomen zuletzt verbunden haben. Wäre die Stralfien-brechung eine durchgehend gleiche, so würde das Licht nur eine