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Sechsundzwanzigstes Kapitel.
tung der ersteren, wo die Gestirne so zu betrachten sind, als wärensie im Mittelpunkt ihrer Schwere verdichtet.
Die Geometer mussten die Bewegung jedes Gestirnes umdas, welches dessen Brennpunkt ist, besonders berechnen, indemsie auf einmal nur ein störendes Gestirn beachteten; es ist diesdas berühmte Problem der drei Körper. Das Ganze der Bewegungenunseres Sonnensystems bildet ein einziges Problem und keineswegseine Reihe von gesonderten Problemen. Diese Trennung ist unsdurch die Unvollkommenheit unserer Rechnungsweisen aufgelegtund ist die erste Quelle der vielfachen Modifikationen, welche nacheinander die Formeln für den Hi mm el belasteten.
Wenn das Problem der drei Körper eine strenge Lösung ge-stattete, so würden jene Berichtigungen weniger zahlreich sein,aber das Problem von zwei Körpern, von denen der eine sogarals fest angenommen wird, ist das einzige, dessen Berechnung einerationelle Lösung gestattet. Auf diesen Weg, der von der Wirk-lichkeit so weit entfernt ist, sind wir also angewiesen, um mittelseiner Reihe von Annäherungen die Bewegungen der Gestirne aufeinander zu beziehen, indem man die Störungen zusammenrechnet,welche jeder Körper besonders bewirkt, soweit er eines bemerk-baren Einflusses fähig ist.
Das Wesentliche dieser Lehre, die wir Lagrange verdanken,besteht in der Auffassung der Bewegung irgend eines Gestirnesso, als sei dieselbe wahrhaft elliptisch, allein mit veränderlichenElementen, statt der festen. Lagrange hat allgemeinere Rechnungs-formeln aufgestellt, um die Veränderungen zu bestimmen, welchejedes der sechs Elemente erleidet, wenn die störende Kraft gegebenist. Das Studium der Mechanik des Himmels wird sich verein-fachen, wenn diese Methode überwiegend zur Anwendung kommt.
Das Gesetz der Gravitation gestattet die Vergleichung derverschiedenen Einflüsse, welche jedem Falle zugehören, wenn mandie Massen kennt. Man dividirt die Beziehung der Massen vonzwei störenden Gestirnen durch das Quadrat des Verhältnisses ihrerEntfernungen von dem gestörten Gestirn, und dieser Quotient lässtsofort unterscheiden, welches die störende Kraft ist, die man vor-zugsweise in Betracht nehmen muss, und welches im Allgemeinender Theil des Einflusses ist, der von jedem der übrigen Ge-