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Siebenundzwanzigstes Kapitel.
tung wie dessen Lauf annahm, in Folge der grösseren Geschwindig-keit der oberen Moleküle zu der der unteren.
Der allgemeine Charakter unseres Systems stimmt mit dieserLehre überein. Die gleiche Richtung aller fortschreitenden unddrehenden Bewegungen folgt daraus unmittelbar. Die Bahnenwürden vollkommen kreisrund sein und in der Ebene des Sonnen-Aequators sich befinden, wenn die Abkühlungen und Verdichtungenganz regelmässig vor sich hätten gehen können; aber die unregel-mässigen Abweichungen, welche die verschiedenen Theile jederMasse in ihrer Temperatur und Dichte erlitten, mussten, wieLaplace richtig bemerkte, die schwachen Excentricitäten und dieleichten Abweichungen, die man bemerkt, herbeiführen. DieseHypothese erklärt ferner den ursprünglichen Stoss bei jedem Ge-stirn unseres Systems, welcher die Auffassung der Bewegungenam Himmel erschwerte, während die Umdrehung der Sonne diesauf die natürlichste Weise erklärt. Endlich erhellt daraus, trotz-dem niemand es bemerkt hat, dass die einzelnen Theile unseresSystems sich nur nacheinander gebildet haben. Die Planeten sindum so älter, je entfernter sie von der Sonne sind, und das Gleichezeigt sich bei jedem in Bezug auf seine Trabanten, welche allejünger sind, als der zu ihnen gehörige Planet.
Um dieser Lehre von der Bildung unseres Sonnensystems nocheine mathematische Haltbarkeit zu geben, habe ich mich bemüht,eine zahlenmässige Bestätigung desselben aufzufinden. Das Prinzipdieser Bestätigung besteht darin, dass die Umlaufszeit jedes her-vorgebrachten Gestirnes der Dauer der Umdrehung des erzeugen-den Gestirns zur Zeit, wo seine Atmosphäre sich bis dahin erstreckte,gleich sein musste. Es kam also darauf an, die Umdrehungszeitder Sonne zu diesem Zeitpunkt zu bestimmen. Diese Bestimmungscheint zu erfordern, dass man die Veränderungen im Trägheits-moment der Sonne kenne, zu der die Winkelgeschwindigkeit ihrerUmdrehung immer in umgekehrtem Verhältniss stehen müsste;allein dies ist nicht möglich, weil wir das mathematische Gesetzfür die Dichte der inneren Lagen dieses Körpers und seinerAtmosphäre nicht kennen. Indess hat mir ein anderer Gesichts-punkt es ermöglicht, nach den elementaren Lehrsätzen von Huy-ghens über die Messung der Centrifugalkräfte in Verbindung mit