Einunddreissigstes Kapitol.
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«Hohen; sie sind 1) die Sonnen wärme, welche die einzelnen Orteungleich erwärmt und überall einem periodischen Wechsel unter-liegt; 2) die innere Wärme, welche der Erde seit dem Ursprungihrer Bildung zu einem bestimmten Planeten eigenthümlich zu-kommt; 3) der allgemeine Wärmezustand des Raumes, welchenunser Sonnensystem einnimmt. Nur die zweite Ursache wirkt un-mittelbar auf alle Punkte der Erdenmasse; der Einfluss der beidenanderen ist auf die äussere Oberfläche beschränkt. Sie sind hiernach dem Maasse geordnet, in welchem sie an der Hervorbringungder Wärmeerscheinungen auf der Erd-Oberfläche Theil nehmen.
Vor Fourier wurden diese Vorgänge nur der Wirkung derSonne zugeschrieben. Die sehr alte Annahme von einer innerenWärme hatte damals noch keine wissenschaftliche Begründung;dagegen hat die Lehre Fourier’s gezeigt, dass die Temperaturenauf der Oberfläche noch viel grössere Unterschiede als die wirk-lichen annehmen würden, wenn die Masse der Erde nicht von einereigenen Wärme erfüllt wäre. Allerdings trägt dieselbe zu derauf der Oberfläche sehr wenig bei, allein sie verhindert, dass ihreperiodischen Veränderungen nicht nach anderen Gesetzen, als denaus dem Einfluss der Sonne herrührenden folgen, da letztere ohne-dem sich in grösserem Maasse in die Masse der Erdkugel verlierenwürde. Wenn man die inneren Stellen, selbst nahe an der Ober-fläche und in einem Abstande betrachtet, der übrigens mit der•Annäherung am Aequator abnimmt, so wird die innere Wärmeüberwiegend, und sie regelt dann bald ausschliesslich die betreffen-den Temperaturen.
Von der dritten allgemeinen Ursache für die Erd-Temperaturenhatte vor Fourier Niemand eine Vorstellung gehabt. Durch seineArbeiten ist festgestellt, dass der Gang der Temperaturen auf derOberfläche unserer Erde selbst mit Hülfe der inneren Wärme nichterklärt werden könnte, wenn der sie umgebende Raum nicht eineei gene und bestimmte Temperatur hätte, welche nur wenig vondar abweichen kann, die man wirklich an den beiden Polen be-obachten würde, obgleich deren wahre Werthbestimmung bisletzt noch einige Ungewissheiten enthält. Es ist merkwürdig, dassv ° n den zwei von Fourier entdeckten Wärmeursachen die eine