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Vierunddreissigstes Kapitel.
die elektro-magnetische Lehre manches Wichtige zu wünschen übriglassen, so lange man nicht die magnetische Wirksamkeit an irgendeine andere elektrische Wirksamkeit, welche der Allgemeinheit fähigist, geknüpft hat. Der Fortschritt der Beobachtungen geht aller-dings auf Abschwächung der Unterschiede, welche zwischen denzur Magnetisirung geeigneten Substanzen und denen, die es nichtsind, bestehen. Man kann in dieser Hinsicht wohl annehmen, dass dieseUnterschiede nur Unterschiede des' Grades seien. Dessen ungeach-tet bleibt es ausgemacht, dass man keine Beziehung zwischen demelektrischen Charakter der eisenartigen Substanzen und deren mag-netischer Ueberlegenheit kennt. Es ist da eine Lücke im Elektro-magnetismus.
Um den Vorgang der Richtung bei der Magnetnadel in dieelektrische Dynamik einzuführen, braucht man nur anzunehmen,dass die Erde an ihrer Oberfläche, wie jeder andere Magnet, miteiner Reihe von sich um sie windenden Umläufe bedeckt ist, welchedem magnetischen Aequator parallel gehen. Ampere nahm einensolchen elektrischen Zustand für die ungleichen und periodisch ver-änderlichen Temperaturen verschiedener Stellen der Erdoberflächean. Die Beobachtungen Arago’s über die magnetische Wirkungder drehenden Bewegung lassen annehmen, dass die tägliche Um-drehung der Erde zu ihrer Elektrizität beiträgt. Man könnte viel-leicht auch annehmen, dass unsere Erde eine gewisse ihr eigeneelektrische Verfassung habe. Wie dem nun auch sein mag, sokann ich die Gesetze für die Vertheilung des Magnetismus auf derOberfläche unseres Planeten nicht erkennen. Die magnetische Lehreder abstrakten Physik beschränkt sich auf die Charakterisirungund genaue Messung der Gegenstände, auf welche die Beobachtungender Naturalisten hinführen, nämlich auf die bezügliche Stärke dermagnetischen Wirksamkeit, gemessen nach der Zahl der Schwin-gungen, welche die Magnetnadel um ihren Gleichgewichtsstandherum ausführt, und auf die Richtung dieser Wirksamkeit, diedurch die beiden streng messbaren Elemente bestimmt wird, welcheunter dem Namen der Deklination und Inklination bekanntsind. Man beginnt einige empirische Gesetze über den normalenWerth dieser beiden Winkel an verschiedenen Orten zu erkennen,und man vermuthet, dass die Tangente der Inklination immer das